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15:24 Samstag 17. Mai 2008

Ceuta schmeckt nach Meer

Ceuta hat uns fasziniert: einmal Ceuta, immer wieder Ceuta. Die Herzlichkeit, mit der wir in Ceuta aufgenommen wurden, liegt den Ceutis wohl im Blut. Es scheint so etwas wie ein „Glückshormon“ zu geben, das für Fröhlichkeit und Zufriedenheit sorgt. Alle sind stolz auf ihre Stadt, und wollen, dass sich dies auch auf die Gäste überträgt. Beim zweiten Besuch in Ceuta sind wir dem Gaumen gefolgt und haben einige Bars und Restaurants kennengelernt, unter fachkundiger Führung unserer Freunde Jesus Gordillo und Juan Redondo von AVISCE.

Von Beatriz Hohler /Text) & Roland Beysel (Fotos)

Die „Speisekammer“Ceutas liegt direkt vor der Haustüre: auf einer Seite der Atlantik, auf der anderen das Mittelmeer. Das Angebot ist reichlich und vielfältig, die Kammer wird jeden Tag neu gefüllt. So reich wie die Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten, so reichhaltig ist  auch der Erfindergeist der Köche in Ceuta, um diese Köstlichkeiten in immer neuen Variationen auf den Tisch zu bringen. Hummer und Langusten kann man lebend für den Verzehr aussuchen, Fische aus Kühltheken in den Lokalen. Vielleicht liegt es am marokkanischen Einfluss und den orientalischen Gewürzen, vielleicht auch einfach an dem „Glückshormon“, das die Köche unter die Speisen mischen, oder auch an der Liebe und Hingabe bei der Zubereitung: alles schmeckt köstlich und aromatisch, nach Frische, Qualität, und Originalität. Man kann blindlings von der Karte wählen, auch ohne die spanischen Fachausdrücke zu kennen, und wird immer positiv überrascht sein von den Kreationen der Ceutis. Mir haben es vor allem die „conchas finas“ angetan (Meson el Pacho, Calle  Beatriz de Silva,  7), mit einer spektakulären Soße, deren Ingredienzien mir die Chefin allerdings nicht verraten wollte.
Originell sind nicht nur die Gerichte, sondern auch die Einrichtung der Lokale, geprägt von der Nähe zum Meer. La Peña (Avda. Compañía de Mar s/n, Eingang auch vom Parque Maritimo aus möglich), hat einen Speisesaal in Schiffsform, und im Restaurant Varadero (Explanada de la Marina, s/n)  nimmt man auf weich gepolsterten Spezial-Hockern Platz, an Tischen in Bootsform. Ideales Ambiente für die Fischspezialitäten der Restaurants.

Inspiriert vom angrenzenden Marokko spielt auch die arabische Küche in Ceuta eine große Rolle. Im Restaurant Oasis, am Berg Monte Hacho, (Carretera  de San Antonio,  s/n), genießt man nicht nur eine fantastische Aussicht auf Ceuta, la Bahia und Gibraltar, sondern vor allem leckere Spezialitäten wie Kuskus, Breua und Mischwis (gegrillte Lammspieße). Hier wird auch der sogenannte Té Moruno zelebriert, dazu werden Bastela und handgefertigtes marokkanisches Gebäck gereicht.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass das „Glückshormon“ von Ceuta ansteckend ist. Wir sind infiziert, und werden noch oft nach Ceuta fahren müssen, bis wir alles gesehen und gekostet haben.
„Angesteckt“ vom Bazillus Ceuta hat sich auch Rene Lange von Go-to-Tours in Chiclana, der sich gleich nach unserem Ceutabericht vor Ort umgesehen hat und dabei ist, Tagesausflüge nach Ceuta für Kleingruppen zu organisieren.
(Tel: 956 498 097).
In Ceuta selbst kann man sich auch an die Eventagentur Fortur wenden, um einen Aufenthalt in Ceuta individuell gestalten zu lassen. (Tel: 856- 200 555).

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