Im Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel haben der Generalsekretär für Energie, Herr Antonio Fernández Segura, und der Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Madrid, Herr Detlef Weigel, in Vertretung für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, am 6. Oktober 2005 eine deutsch-spanische Übereinkunft über die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Förderung eines Einspeisesystems zur intensiveren Nutzung erneuerbarer Energiequellen bei der Stromerzeugung unterzeichnet.
In der gemeinsamen Erklärung verpflichten sich beide Seiten, erneuerbare Energien zu fördern, das Einspeisungssystem in ihren jeweiligen Staaten zu verbessern, weitere Staaten bei der Realisierung ähnlicher Konzepte zu unterstützen und miteinander zusammenzuarbeiten. An der Durchführung von gemeinsamen Projekten im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus beiden Ländern beteiligt werden. Weiterhin sind die Einrichtung einer bilateralen Arbeitsgruppe und die Organisation von Seminarveranstaltungen vorgesehen.
Die jetzt unterzeichnete Erklärung wurde auf der Bonner „Renewables“-Konferenz im Juni 2004 ins Leben gerufen. Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien wird darin als ein wesentliches Element für eine nachhaltige Entwicklung anerkannt.
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe stellt die größte Emissionsquelle von Treibhausgasen dar. Die Förderung erneuerbarer Energiequellen ist deshalb ein erklärtes Ziel der Bundesregierung. Bereits jetzt nehmen Deutschland und Spanien im internationalen Vergleich Führungspositionen in diesem Bereich ein.