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Deutsche Botschaft und Konsulate in Spanien


00:49 Dienstag 6. Januar 2009

Am 14. Februar ist Valentinstag

Nicht nur am Tag der Verliebten trifft ein wunderschöner Blumenstrauß mitten ins Herz des Partners und das Gehirn lässt mal wieder die Hormone tanzen! Machen Sie diesen Tag zu einem Frühlingstag für Ihre Beziehung: Es lohnt sich, Sie werden überrascht sein.

Meist, wenn es am wenigsten erwartet wird, trifft Amors Pfeil mitten ins Herz, heftig und oft unvorbereitet. Wir schweben wie auf Wolken, alles erscheint möglich, zahllose Schmetterlinge kitzeln im Bauch, das Herz ist von Liebe erfüllt und klopft schneller, wenn sich die geliebte Person in der Nähe befindet. Ist sie das nicht, wird der Herzschmerz mit jeder Stunde, die wir ohne sie verbringen müssen, größer und wir fühlen uns ‘krank vor Liebe’. Dabei ist es aus wissenschaftlicher Sicht gar nicht das Herz, dem ja allgemein der Sitz der Liebe zugesprochen wird. Im Gehirn, dem Zentrum der Vernunft, haben die Botenstoffe der Liebe, nämlich unter anderem Dopamin, Adrenalin, Testosteron, Serotonin und Pheromone, die Regie übernommen und funken nach dem ersten tiefen Blick in die bis dahin fremden Augen an die Zentrale: Er oder sie ist es! Eine Kettenreaktion beginnt: Adrenalin sorgt für Aufregung, Dopamin macht uns euphorisch, Testosteron erhöht die Lust und die Sexualpheromone locken mit Duftstoffen.

Medizinisch betrachtet kommt Verliebtheit einer Zwangsstörung sehr nahe. Frisch Verliebten fehlt erstaunlicherweise das Glückshormon Serotonin fast völlig. Dieser niedrige Serotoninspiegel, ähnlich dem psychisch Kranker, trägt dazu bei, dass wir uns in einem Zustand fast völliger Unzurechnungsfähigkeit befinden, zu irrationalen Handlungen hingerissen werden und Hemmschwellen abbauen. Der Körper setzt durch das Verliebtsein zudem noch Rauschmittel wie Endorphine frei, die für tiefes Wohlbefinden und Euphorie sorgen: “Sie liebten und sie hassten sich.” “Sie stritten sich heftig und versöhnten sich leidenschaftlich!” - Was damit gemeint ist, weiß jeder, der diese tiefen Gefühle einmal erleben durfte.

Doch nichts währt ewig: Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Dosis Glückshormone und nach spätestens einem Jahr beendet das Gehirn den Rausch der Gefühle. Auch wenn die Wissenschaft beweist, dass die Liebe nicht aus dem Herzen kommt, sondern im Gehirn entsteht, so wissen doch alle: sie ist das Schönste auf der Welt und wir brauchen sie für unser Herz wie die Blumen das Licht. Kleine Überraschungen und Aufmerksamkeiten tragen dazu bei,  dass auch nach langen Jahren die Liebe nicht einrostet.



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