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13:18 Dienstag 6. Januar 2009

“A glancce of eternity”

Ans Markus erblickte 1947 in Halfweg in den Niederlanden das Licht der Welt. Ihre Arbeit wird oft mit der von Willink verglichen, einem anderen bekannten holländischen Maler. Trotzdem sind die Gemälde von Ans Markus leicht zu erkennen.

Ihr Leben
Um ihre Arbeiten verstehen zu können muss man über ihren privaten Hintergrund Bescheid wissen. Ihre Bilder stehen für ihre Vergangenheit, ihre Ängste und Gedanken.
Im Alter von 30 Jahren verließ sie nach elf Jahren Ehe ihren Mann. Ihre Tochter Sigrid trug sie dabei auf dem Arm und ein Schuh flog an ihrem Kopf vorbei. Nach der Scheidung von ihrem Gatten, der sie regelmäßig schlug, schrieb sie ihr Tagebuch „they won’t finsih me off – sie werden mich nicht kleinkriegen“.
Malen und Zeichen wurden zu ihrem Weg raus aus dem Elend. Für 10 Euro fertige sie Portraits auf Wochenmärkten an. Und während sie zeichnete stellte sie fest, dass sie nicht wertlos war. Ihre erste Ausstellung fand 1981 in einer Galerie in den Niederlanden statt. Der erste Kunde, der eines ihrer Werke erstand war Wybe Tuinman. Damals begriff sie nicht, dass das gekaufte Bild in ihr Haus zurückkommen würde. Fünf Jahre später wurde Wybe ihr Partner und gab ihr den Glauben zurück, dass die Dinge sich ändern können.

Ihre Arbeit
Nach ihrer Scheidung begann sie Frauen in Bandagen und Masken zu malen. Diese Bilder sollen einen Schutz vor der aggressiven Außenwelt symbolisieren. Die Gemälde erzählen die Geschichte vom Alleinsein und von Verletzlichkeit. Sie sind ein Hilfeschrei, ein Schrei als Suche nach Kontakt zur Außenwelt. Die Bandagen und Masken tragen nichts negatives in sich. Im Gegenteil: sie wurden zu einem positiven Zeichen, nämlich Schutz.
Ans Markus will sagen: kämpf für das was dir wichtig ist, mach was aus deinem Leben und fühl dich frei. Sie malt freie Frauen anstelle von solchen, die sich hinter Masken oder Schleiern verstecken. Sie sagt dem Publikum: Seht was passiert ist. Dies ist die Tragik des Lebens einer Frau, die Tragik der Menschen. Es ist das Bedürfnis sein Leben in den Griff zu bekommen und das gleichzeitige Verlangen frei zu sein.

Medien
Heute erscheint Ans Markus auf dem Bildschirm und auf Hochglanzmagazinen. Designer lieben und verehren sie. Sie brachte das Bild der eleganten, in Schwarz gekleideten, Künstlerin hervor, die sich in der Öffentlichkeit mit Firmenvorständen, Stars und Politikern umgibt. Dies wurde zu ihrem Markenzeichen. Aber um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: Die wichtigste Botschaft liegt in meiner Arbeit, nicht in meinem Auftreten. Ich genieße die Aufmerksamkeit, die ich jetzt erhalte, aber es ist eher ein Weg um auf meine Werke aufmerksam zu machen. Ich würde lieber malen als auf schimmernden Parties anwesend zu sein.

Die Ausstellung
Seit 1995 hat Ans Markus ihre eigene Galerie in Amsterdam. Deshalb muss sie außerhalb ihrer eigenen Galerie keine Ausstellungen mehr in die Wege leiten. Für die Exposition in Girasol machte sie eine Ausnahme, weshalb die Besucher vom 5. Februar bis zum 12. März  ihre Werke bestaunen können.

Ausstellungseröffnung: 5. Februar von 16-19 Uhr - Ausstellung: 5. Februar bis 12. März 2006
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 11-14 Uhr und 17-20 Uhr

Colores del Girasol
CC Los Halcones, local 17/18, Ctra de Ronda s/n  - 29679 Benahavís
Tel: 0034 962 76 90 06 - Mobile: 0034 6 66 40 15 10 - Fax: 0034 952 76 90 07 



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