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Deutsche Botschaft und Konsulate in Spanien


22:23 Montag 6. Oktober 2008

Die drei Pfeiler für stabilen Tourismus in Andalusien:

Hotels, Ferienwohnungen und Golf

Am Anfang waren es nur Hotels und Pensionen, in denen die Gäste Andalusiens wohnten, um Sonne und Strand zu genießen. Immer mehr Besucher kamen, Spanien kam in Mode, Spanien trat in die EU ein, und immer mehr freundeten sich mit dem Gedanken an, hier im Kalifornien Europas eine Ferienwohnung zu erwerben. Plötzlich hatten die Hotels Konkurrenz aus einer Ecke, die niemand vorhergesehen hatte, denn inzwischen gehören von den 3,7 Millionen Zweitwohnungen in Spanien 1,7 Millionen Ausländern, davon 70 Prozent Engländern und Deutschen. 

Und das Geschäft boomt nach wie vor. In fünf Jahren wird es in Spanien fast doppelt so viele Ferienwohnungen geben wie heute. Manuel Gandarias, Präsident eines Verbandes, dem 40 der wichtigsten Immobilienfirmen angehören, muss es wissen. Er kennt die Summen, die in diese Art von Zweitwohnungen investiert werden: 24,7 Mrd. Euro im Jahr 2005, für 2006 wird mit einer Zuwachsrate von 17 Prozent gerechnet, und wenn die Entwicklung so weiter geht, wäre man im Jahr 2010 bei 45 Mrd., fast doppelt so viel wie heute. Bis dahin sollen die Einnahmen aus dem Geschäft mit den Ferienimmobilien mit denen aus dem Hoteltourismus auf gleicher Höhe liegen.
Besucher mit Immobilieneigentum sind Gold wert, machen sie doch nicht nur mal kurz einen Strandurlaub hier und lassen dabei durchschnittlich  40 Euro pro Tag im Land,  sondern bringen mit ihren Langzeit-Devisen viele Wirtschaftszweige auf den grünen Zweig. Sie kommen mehrmals im Jahr, viele verbringen vor allem die klimatisch angenehmen Wintermonate im Süden, sie konsumieren, machen Anschaffungen, die ein Hoteltourist nicht tätigt. Ein enormer Wirtschaftszweig hat sich um diese Gruppe gebildet.

Und dann ist da ja noch der Golfsport. In Andalusien gibt es die größte Ansammlung von Golfplätzen Europas, auf denen ganzjährig gespielt werden kann. Viele Golfer nutzen die klimatischen Vorteile und erwerben Eigentum direkt am Golfplatz, kommen oftmals nur für ein verlängertes Wochenende, um auch im Winter ihr Hobby zu genießen. Der Golftourist gibt durchschnittlich rund das dreifache an Geld aus wie Otto Normalverbraucher. Der kleine weiße Ball bringt Milliarden ins Land.
Alle drei Tourismusarten haben eines gemeinsam: sie müssen gehegt und gepflegt werden. Auf den Erfolgen der letzten Jahre auszuruhen wäre ein folgenschwerer Fehler.

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