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Paul Huf (1924-2002) |
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Ausstellung in der Galerie „Colores del Girasol“Die ersten Fotos machte Paul Huf als Zwölfjähriger mit einer für Mutters Seifen-Coupons gekauften Kamera. Als Sohn eines Schauspielers war er nicht besonders an der Realität interessiert, sonder mehr an der Schönheit der Menschen und ihrer Welt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde er Berufsfotograf (1942). Material war knapp, aber da er es zu jener Zeit noch nicht besser wusste, machte er eh nur ein oder zwei Fotos für ein Portrait.
Gleich nach dem Krieg wurde Huf Werbefotograf und transformierte die Erscheinungsweise von Werbeaufnahmen. Dabei handelte es sich meist um langweilige Zeichnungen oder billige Produktaufnahmen. Er aber baute komplette Sets und holte zu den Aufnahmen Models aus England nach Holland. „Als ich in der Fotografie anfing gab es keine Models in Holland“.
Folglich veränderte Paul Huf grundlegend die Struktur der Webefotografie und wurde in den Niederlanden einer der bekanntesten dieses Genres.
Beispiele seiner Arbeiten sind die Kampagnen für die KLM und Grolsch sowie LP Cover für Philips (durch die soviel klassische Musik verkauft wurde wie nie zuvor).
Bei einem Radiointerview anlässlich seines 75. Geburtstages sagte er Wim Vriezen: „Ich bin ein Fotograf, der mit dem Medium auf dem Gebieten Anzeigen und Werbung gewachsen ist“.
Paul Huf war auch ein ausgesprochen talentierter Portraitfotograf. Die Holländische Krone entdeckte seine außerordentlichen Qualitäten und beauftragte ihn in den Fünfziger Jahren mit Aufnahmen von Königen Juliana und Prinz Bernhard. Dies war für die Holländer sein Durchbruch, Huf wurde der bekannteste Fotograf der Niederlande. Er machte Portraitaufnahmen von vielen berühmten Holländern, hatte aber auch viele ausländische Zelebritäten vor der Linse. Durch seine glamourösen Portraits wurde er bekannt als der Mann, der selbst von der hässlichsten Person ein nettes Bild machen konnte.
Als Paul Huf 70 wurde, schenkten ihm die Medien und Museen viel Aufmerksamkeit. Er hatte Ausstellungen im Museum „Lange Voorhout“ in Den Haag und im Singer Museum in Laren. Sein Bild befindet sich unter den Portraits einer Reihe berühmter Amsterdamer Bürger.
1999 ehrte das Rijksmuseum ihn für seinen Einsatz für die Fotografie in den Niederlanden. Man gründete eine Stiftung im Namen Paul Hufs. Im selben Jahr schrieb die KLM den Paul Huf KLM Fotografie-Preis aus.
Paul Huf war einer der Mitbegründer des 2002 in Amsterdam eröffneten Fotografischen Museums (FOAM). Die Ausstellung in der Galerie „Colores del Girasol“ wird von Bonny Huf eröffnet.
Fotografie blick rückwärts: ein Klick, und das Bild ist bereits Geschichte, ein Dokument. Die Einzelausstellung in „Colores del Girasol“ ist eine bunte Mischung dieser Dokumente, ein paar der 250.000 Fotos von Paul Huf. Sie alle tragen seinen Stempel: perfekte Kompositionen und reine Fotografie. Die Welt von Paul Huf ist eine attraktive und besonders schöne Welt.
Am 7. Mai ist die Eröffnung der Ausstellung. Pauls Witwe, Bonny Huf, wird ihr vorsitzen. Anschließend ist sie bis zum 24. Juni 2006 zu normalen Öffnungszeiten zu besichtigen.
Colores del Girasol
CC Los Halcones, local 17/18
Ctra. de Ronda - 29679 Benahavís
Tel. 0034 952 76 90 06, Fax 0034 952 76 90 07,
Mobil 666 401 510 – Email joop@coloresdelgirasol.com
Mittwoch bis Samstag 11.00 – 14.00 Uhr
und Mittwoch bis Freitag 17.00 – 20.00 Uhr