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Sabine Schulz; Dominik Bloedner; Sandra Kramarz; Beatrice Ehrlich; Beatrice Lavalle; Liz Parry (SUR English) |
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Sur deutsche AusgabeSie feiern am 9. Juni zweijähriges Jubiläum. Wie ist Ihr Resümee?
Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir in den vergangenen zwei Jahren erreicht haben. Aller Anfang ist schwer, aber inzwischen haben wir uns an der Costa del Sol fest etabliert. Das bestätigen uns immer wieder unsere Leser und Anzeigenkunden, für die wir eine wichtige Brücke zwischen der deutschsprachigen Gemeinschaft und Andalusien sind.
Erinnern Sie sich noch an die Anfänge?
Ja, sehr gut sogar. Das war alles ziemlich aufregend. Unsere Mutterzeitung, die spanische Tageszeitung SUR, hat sich innerhalb von sehr kurzer Zeit entschieden, nach der englischen auch eine deutsche Ausgabe herauszugeben. Innerhalb von nur zwei Wochen mussten wir dann Computer einrichten, Themen koordinieren, Anzeigenkunden überzeugen und erste Kontakte mit den Kollegen aufnehmen. Dass die Tage und Nächte in der Anfangszeit lang wurden, daran können sich mit Sicherheit auch alle Besucher anlässlich der Präsentation unserer ersten Ausgabe bei einem Festakt in Nerja erinnern – da kam unser gesamtes Team zu spät, weil wir bis zur letzten Minute noch aktuelle Informationen verarbeitet und zusammen mit unserem Grafiker das erste Titelblatt gestaltet haben.
Was waren die Gründe für das ‚Ja’ Ihres Mutterhauses?
Den Ausschlag gegeben bei der Entscheidung haben eigentlich drei Faktoren: Zum einen die zahlreichen deutschsprachigen Bewohner und Besucher an der Costa del Sol. Zum anderen unser professionelles und erfahrenes Team, das sich dem SUR präsentiert hat und den wir mit unseren Ideen überzeugen konnten. Und natürlich der Erfolg unserer englischen Schwesterzeitung SUR in English, die seit inzwischen 22 Jahren die wichtigste und größte englischsprachige Wochenzeitung in Europa ist.
Wie sehen Sie Ihre Funktion an der Küste?
Wir bilden eine Brücke zwischen der deutschsprachigen Gemeinschaft an der Costa del Sol und dem spanischen Gastland. Mit aktuellen Informationen, Hintergrundberichten, Serviceteil und Kulturtipps. Informieren, aber auch unterhalten, das ist unsere Devise.
Noch etwas zum Stichwort aktuelle Informationen: Dank unseres späten Redaktionsschlusses können wir auch Ereignisse, die in letzter Minute passieren, mit aufnehmen. So hatten wir am 20. April 2005 zeitgleich mit allen Tageszeitungen die Wahl des deutschen Papstes Benedikt IVI. auf der Titelseite. Den Waffenstillstand von ETA und die Verhaftung der Bürgermeisterin von Marbella, Marisol Yagüe – das waren alles Themen, zu denen wir bereits erste Hintergrundinformationen geliefert haben. Das geht natürlich nur durch die Nähe zu unseren spanischen Kollegen, die gleich nebenan sitzen und uns mit Informationen aus erster Hand versorgen.
Der SUR ist die größte Tageszeitung in Andalusien...
Ja, und davon profitieren wir natürlich sehr. In erster Linie, wie erwähnt, wegen der Nähe zu unseren spanischen Kollegen. Da wir aber auch viele Texte von ihnen übernehmen, können wir in unserer Zeitung nicht nur die deutsche, sondern auch die spanische Perspektive darstellen. Ich denke, das ist sehr wichtig, um die Lebenswirklichkeit an der Costa del Sol zu verstehen. Unser Inhalt ist eine gesunde Mischung aus eigen recherchierten Artikeln, die auf die Bedürfnisse der deutschen Leser zugeschnitten sind wie Profile oder Arbeitsplatz und den Texten der spanischen Kollegen.
Was sagen Ihre spanischen Kollegen zu der deutschen Ausgabe?
Die sind natürlich auch stolz auf uns: «Sur deutsche Ausgabe war der Pfeiler, der unserer Multimediagruppe noch gefehlt hat», sagt Pedro Luis Gómez, der Mediendirektor des SUR, der bereits den englischen SUR ins Leben gerufen hat und der maßgeblich an der Entscheidung für die deutsche Ausgabe beteiligt war. Die Gruppe Prensa Malagueña, zu der der SUR gehört, ist traditionell stark verbunden mit seinen Einwohnern und deshalb war klar, dass der SUR auch die zahlreichen deutschsprachigen Bewohner der Provinz ansprechen möchte.
Und wie geht es weiter?
So wie bisher: mit viel Freude und Engagement für unsere Zeitung. Und davon werden auch die Leser profitieren. Wir entwickeln uns ständig weiter und haben für den Herbst einige neue Sektionen geplant.