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19:28 Freitag 25. Juli 2008

Der Star-Gitarrist des Flamenco

Paco de Lucia

Wenn überhaupt ein Musiker einen ganzen Musikstil repräsentieren kann, dann ist das für den Flamenco der Gitarrist Paco de Lucia. Kein anderer ist so fest und stilsicher in der Tradition verwurzelt, und kein anderer wagt zugleich so mutige und künstlerisch fruchtbare Experimente. Seit Jahrzehnten prägt er mit Auftritten in der ganzen Welt als Solist, mit eigenen Formationen und an der Seite von Sängern und Tänzern das Gesicht des Flamenco. Allein unter seinem eigenen Namen hat er über 50 Schallplatten und CDs veröffentlicht. Unter den zahlreichen Auszeichnungen wie dem Flamenco-Grammy, die er für seine Musik bekommen hat, ist der wichtigste der hochdotierte Prinz-von-Asturien-Preis, der als spanischer Nobelpreis der Künste gilt.

Geboren für den Flamenco
Paco de Lucia wird 1947 in Algeciras, einer Hafenstadt an der Straße von Gibraltar, in eine Familie von Musikern hineingeboren. Wenn er frühmorgens aufsteht, erfüllen fast immer Flamencoklänge den Innenhof seines Elternhauses. Sein Vater verdient seinen Lebensunterhalt als Gitarrist auf den privaten Festen der Reichen. Wenn die Arbeit getan ist, dann kommen die Musiker mit ihm nach Hause und feiern weiter bis zum Morgengrauen. Paco de Lucia lernt den Flamenco vom Gesang seiner Schwester und vom Gitarrenspiel seiner Brüder, lange bevor er selbst ein Instrument halten kann. Er ist Autodidakt. Als er neun wird und lesen und schreiben gelernt hat, nimmt ihn sein Vater von der Schule, weil er sie nicht mehr bezahlen kann. Von da an übt Paco de Lucia jeden Tag zehn bis zwölf Stunden Gitarre.

Traditionalist und Erneuerer
Mit 14 nimmt Paco de Lucia gemeinsam mit seinem Bruder Pepe seine erste Platte auf und gewinnt den Flamenco-Wettbewerb von Jerez. Er geht mit der Tanzgruppe von José Greco auf Tournee. Zu dieser Zeit sind die Gitarristen noch ausschließlich der Tradition verpflichtet. Neuerungen sind undenkbar, und Paco de Lucia spielt ganz im Stil eines Nino Ricardo, Ramón Montoya und Augustín Sabicas. 1964 nimmt er seine erste Soloplatte auf. Fünf Jahre später beginnt er eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Sänger Camarón de la Isla, die sich auch in vielen Plattenaufnahmen niederschlägt. Er begleitet verschiedene Sänger und Tanz-Compagnien, und 1973 landet er einen Nummer-Eins-Hit mit dem Stück “Entre dos Aguas”. 

Anfang der 1980er Jahre schlägt er neue Wege ein. Er gründet mit seinem Bruder Pepe ein Sextett und beginnt im Flamenco bislang unbekannte Instrumente wie Querflöte, Bass und Bandoneon zu integrieren. Und er arbeitet stilübergreifend. 1981 nimmt er gemeinsam mit den Jazzgitarristen John McLaughlin und Al Di Meola das Album “Friday Night in San Francisco” auf. Jazz und Flamenco befeuern sich zu unbeschwerten und virtuosen Höhenflügen. Die Platte wird ein Millionenerfolg und Paco de Lucia weltberühmt. Später folgen noch zwei Alben in dieser Besetzung. 

Zu Hause in Spanien schmeckt sein Stil vielen Traditionalisten nicht. Sie übersehen, dass Paco de Lucia genau weiß, wann er reinen, traditionellen Flamenco spielt und wann er experimentiert, und wollen einen vermeintlich “authentischen” Flamenco konservieren. Er selbst sagt dazu: “Ich spürte damals, dass es nicht gut ist, Flamenco-Musik in einen Käfig zu sperren, sie wie in einem Flamenco-Museum aufzubewahren, denn so wie sie ist, muss sie eine lebendige und sich entwickelnde Form von Musik sein. Ich hatte immer das Gefühl, dass man die Tradition achten muss, aber nicht, indem man ihr blindlings gehorcht; man muss sie respektieren, aber gleichzeitig muss man seine Epoche und die Zeit, in der man lebt, mit allen Formen von Musik und allen musikalischen Entwicklungen zu beschreiben versuchen.” Wohl deshalb arbeitet er nicht nur mit Jazzmusikern, sondern auch mit Klassischen Orchestern und Popkünstlern zusammen. 

Paco de Lucia hat auf der Gitarre, im Gesang und in den Bereichen der Improvisation und des Arrangements viele Entwicklungen angestoßen und erst möglich gemacht. Dass der Flamenco sich ungebrochen weiterentwickelt und nicht nur in Spanien eine wichtige Rolle spielt, ist zu einem guten Teil sein Verdienst. Im Juli 2004 wurde er mit dem international renommierten Prinz-von-Asturien-Preis ausgezeichnet, dem wichtigsten spanischen Kunstpreis, der jährlich in acht Sparten vergeben wird.

Erleben Sie Paco de Lucia & Band live in Berlin
Samstag, 11. November 2006 um 20.00 Uhr im Tempodrom
Premiumplätze:  69,00 €, Preiskategorie I:  58,00 €, Preiskategorie II:  49,00 € Preiskategorie III:  44,00 €, Preiskategorie IV:  38,00 €, Preiskategorie V:  26,00 €, 
VIP-Package:145,00 € (inkl. spanisch-andalusischem Gala-Buffet und Getränken im
5* Hotel Brandenburger Hof Berlin sowie VIP-Transfer zum Tempodrom und retour)
Alle Preise zuzügl. VVK-Gebühr!
Karten an allen VVK-Stellen in Berlin u. Brandenburg, über die Ticket-Hotline: 01805/44 70
(12 Ct/Min aus dem Netz der DTAG) oder im Internet bei
www.ticketonline.com

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Unsere Frage: Welchen Titel trägt die letzte von Paco de Lucia veröffentlichte CD?

Antworten bitte an:
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oder Fax: 0034 952 545 486 oder E-mail: dasaktuelle@terra.es
Einsendeschluß ist der 20. Oktober 2006
Bitte nehmen Sie an dieser Verlosung nur teil, wenn Sie aus Berlin oder Umgebung sind oder bereit sind, die Reise auf sich zu nehmen. Die Karten sind auf Ihren Namen ausgestellt und können nicht weitergegeben werden.

 



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