Bei einer Geldanlage, vor allem am Aktienmarkt, kann der Eindruck täuschen. Wenn Aktienkurse über längere Zeit hinweg steigen, gehen viele Anleger davon aus, dass sich dieser Anstieg fortsetzen wird. Die Geschichte lehrt uns natürlich etwas Anderes, wie all jene bestätigen können, die miterleben mussten, wie Anfang dieses Jahrzehnts die „Internet-Blase“ platzte. Daraus konnten Anleger die Lehre ziehen, dass sie stets die mit einer Anlage verbundenen Risiken beurteilen sollten, bevor sie ein Engagement eingehen.
Was kann ein Privatanleger in der Praxis unternehmen, um zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt? Nun, stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Anlagenportfolio, dessen Risikomerkmale und Renditeerwartungen sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% abschätzen lassen. Bei Nordea Bank S.A. ist genau das tatsächlich möglich. Mit den Vermögensaufteilungsmodellen von Nordea können unsere Kundenberater den Kunden dabei unterstützen, genau das Portfolio zu ermitteln, das seinem persönlichen Anlageprofil in punkto Risikobereitschaft, Ertragsziel und Anlagehorizont am besten entspricht und gleichzeitig besondere Präferenzen und Einschränkungen berücksichtigt.
Anlagerisiken verstehen und quantifizieren
Ganz allgemein verfolgen Anleger ein bestimmtes Ziel: Sie wollen mit ihrer Anlage eine positive Rendite erwirtschaften. Diese Rendite ist allerdings nie garantiert, da jede Anlage mit gewissen Risiken behaftet ist – eine Tatsache, die unvorsichtige Anleger zum eigenen Nachteil häufig ignorieren. Es ist daher überaus wichtig, die Risiken zu berücksichtigen, noch bevor man eine Anlageentscheidung trifft.
Ein Grund, warum Risiko-Ertrags-Beziehungen ein so wichtiger Aspekt sind, ist der Umstand, dass wir nicht die Einzigen sind, die investieren. Wie an anderen Märkten entscheiden auch an der Börse Angebot und Nachfrage über den Preis, d. h. den Aktienkurs, und mithin über den Anlageertrag. Eine Anlage, die als relativ sicher gilt, wird stark nachgefragt. Das führt zu einem relativ hohen Kurs, so das folglich der Anlageertrag relativ gering ist. Bei einer sehr risikoreichen Anlage stellt sich die Situation entsprechend umgekehrt dar. Einfach ausgedrückt, je höher das Risiko, umso höher der potenzielle Ertrag und umgekehrt, wie nebenstehende Abbildung zeigt.
Risikoprämie
Bei der Beurteilung einer Anlage sollte auch deren Risikoprämie berücksichtigt werden, d. h. die erwartete Überrendite einer Finanzanlage im Vergleich zu einer „risikolosen“ Anlage wie z. B. einer Bankeinlage. Je höher das Risiko, umso höher muss die Risikoprämie sein, damit sich die Anlage lohnt.
Historische Daten untermauern diese These: Über längere Anlagezeiträume verzeichnen Aktien höhere Anlageerträge als Anleihen und Geldmarktanlagen, obgleich es natürlich auch kürzere Phasen gab, in denen sich Aktien deutlich schlechter entwickelten als die beiden anderen Anlageklassen.
Wir von Nordea können Ihnen sagen, welches Risiko und welchen Ertrag Sie von Ihrer Anlage erwarten können. Tatsächlich basieren alle unsere Empfehlungen auf Risiko- und Ertragskennzahlen, zu denen unter anderem Schätzungen zum maximalen Verlust, zum erwarteten Ertrag und zum maximalen Ertrag für bestimmte Empfehlungen zählen. Folglich entscheiden sich die Kunden für Anlagen, die stärker auf Kriterien der Wertentwicklung als auf der individuellen Titelauswahl basieren.
Emotionen und die Finanzmärkte
Wie die Geschichte zeigt, besteht zwischen dem Risiko und dem Ertrag stets eine Beziehung, die nur darauf wartet, deutlicher zu Tage zu treten. Unabhängig davon, wie lange die Finanzmärkte gelegentlich einem bestimmten Trend folgen – irgendwann vollziehen sie eine Trendumkehr, die viele Anleger ignorieren oder einfach nicht bemerken, bis unerwartete Ereignisse zu einer Marktkorrektur führen wie dem oben erwähnten Platzen der „Internet-Blase“.
Ein wichtiges Hemmnis, das Anleger in diesem Zusammenhang überwinden müssen, ist der emotionale Aspekt des Geldanlegens. Viele Anlageentscheidungen sind rein psychologischer Natur. Wenn bei einem anziehenden Markt einige Anleger Anlageerfolge erzielen, lassen sich andere ebenfalls zu einer Anlage verleiten. Kommt es dann jedoch zu einer Korrektur, schlägt die Gier in Angst um. Wenn der Markt nachgibt, führt die Angst vor weiteren Verlusten häufig zu Panikverkäufen. In beiden Fällen sind die Entscheidungen irrational – so sinnvoll sie auch erschienen, als sie getroffen wurden.
Privatanleger erleiden in solchen Situationen häufig die höchsten Verluste. Vielen mangelt es an Detailwissen über die Finanzmärkte, und sie erkennen Entwicklungen erst dann, wenn sie bereits vorüber sind. Daher zählen sie häufig zu den Letzten, die bei anziehenden Märkten ein- und bei nachgebenden Märkten aussteigen.
Ein strukturierter Ansatz zur Geldanlage
Aus diesen Gründen empfiehlt Nordea Anlegern dringend, das Risiko und den erwarteten Ertrag jeder Anlage gegeneinander abzuwägen, um einerseits die häufigsten Anlagefehler zu vermeiden und andererseits auf möglichst einfache Weise zur richtigen Anlageentscheidung zu gelangen.
Wenn Sie mehr über Anlagerisiken und Erträge erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an:
Roger Liebi - Tel.: +41 44 421 42 33
Roger.Liebi@nordea.ch