Beim Gebärmutterhalskrebs handelt es sich um eine durch eine Virusinfektion ausgelöste Erkrankung. Verantwortlich dafür ist das Humane Papilloma Virus (HPV), von dem bis heute an die 100 verschiedene Typen identifiziert wurden. Einige dieser Viren sind verantwortlich für eine schleichende, chronische Veränderung im Bereich des Gebärmutterhalses, die letztendlich dann zur Entartung, also zum Krebs führt. Etwa 70% der sexuell aktiven Menschen kommen irgendwann im Laufe ihres Lebens mit diesem Virus in Kontakt!
Auch die Feigwarzen (Kondylome) im Bereich des äußeren Genitale, sowie bösartige Veränderungen der Vulva und der Vagina können durch eine HPV Infektion verursacht werden. Die Übertragung der Viren erfolgt durch Sexualkontakt.
Weltweit erkranken jährlich ca. 500.000 Frauen am Gebärmutterhalskrebs, allein in Deutschland sterben daran 1.800 pro Jahr.
Mit dem neuen Impfstoff (Gardasil/Merck Pharma)ist jetzt erstmals eine wirksame Prävention gegen diesen Krebs möglich. Die Impfung schützt, laut klinischer Studien zu 100% ,gegen die aggressivsten Viren (HPV 6/11/16/18), die für einen Grossteil der Krebsfälle verantwortlich sind. Die bisher erzielten Ergebnissen lassen vermuten, dass die Impfung indirekt auch gegen andere HP-Viren schützt, die z.B. die Feigwarzen auslösen können.
Die Impfung sollte im Idealfall bei Jungen Mädchen noch vor dem ersten Sexualkontakt durchgeführt werden. Eine Auffrisch Impfung erfolgt dann 2 und 6 Monate nach der Erstimpfung. Zugelassen ist der Impfstoff für Frauen bis zum 26. Lebensjahr.
Wie lange der Impfschutz anhält ist noch unklar. Man geht aber von mindestens 10Jahren aus. Trotz der Impfung sollten junge Frauen unbedingt an der jährlichen gynäkologischen Krebsvorsorge Untersuchung teilnehmen!
Vorausschauend könnte sich, bei breiter Akzeptanz der Impfung, in Zukunft die Anzahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs drastisch verringern lassen!
Clinica Banus, Nueva Andalucia