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04:27 Freitag 21. November 2008

Sherry ...

... mehr als nur ein Aperitif

Trocken, leicht, süß oder kräftig – die Weine aus Jerez haben für jeden Geschmack einen guten Tropfen zu bieten. Ob Fino, Oloroso, Manzanilla oder Cream, jeder Wein hat seine eigene, unverkennbare Note. Eine Vielfalt, die laut dem Winzerverband von Jerez viel mehr Möglichkeiten bietet, als nur zum Aperitif geschätzt zu werden. Damit der Jerez seinen Weg vom Stehempfang an die Tische findet, rief der Winzerverband mit de jährlichen Tagung des Sherry und Manzanilla als Tafelwein eine Initiative ins Leben, die den Sherry und seine vielfältigen Möglichkeiten in seiner Heimat bekannter machen soll. Vom 1. bis 15. Dezember fand nun in Málaga die dritte Tagung statt.

Von Sarah Weik

„Fast 80% der Sherry-Produktion wird ins Ausland exportiert“, ...
 ... so Carmen Aumesquet, Pressesprecherin des Winzerverbandes von Jerez. „Vor allem in England erfreut sich der Sherry größter Beliebtheit.“ Der Winzerverband von Jerez ist der älteste in Spanien und vermarktet seine Weine in über 50 Ländern der Welt, doch in seinem Heimatland Spanien fristet der Sherry immer noch ein Schattendasein. Mit der diesjährigen Tagung in Málaga soll sich das nun ändern. „Wie wollen beweisen, dass der Sherry viel mehr ist als nur ein Aperitif“, bekräftigte Jorge Pascual, Präsident des Winzerverbandes. Unterstützung bekam er von über 20 Restaurants aus Malaga und der Costa del Sol, unter denen auch einige Michelin-Sterne zu finden sind. Für zwei Woche verwöhnten hier die Köche ihre Gäste mit kreativen Menüs, avantgardistischen Kreationen und traditionellen Gerichten – jeweils begleitet von einem guten Tropfen aus Jerez. Die Zusammenarbeit zwischen dem Winzerverband und der Gastronomie der Costa del Sol erwies sich als äußerst fruchtbar. „Die andalusische Küche und Jerez – das gehört einfach zusammen“, betonte auch Isaías Pérez Saldaña, Wirtschaftminister Andalusiens.

Zum Abschluss der Tagung diskutierten einige der angesehensten Köche Andalusiens, darunter auch José Carlos Garcia, der vor kurzem mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, führende Gastronomiekritiker und Sommeliers über das Thema „Gibt es eine andalusische Küche?“ Die Teilnehmer erwarten in Andalusien eine ähnliche kulinarische Revolution, wie sie schon im Baskenland und Katalonien bemerkbar ist. Und nach Meinung aller, könnte der Sherry dabei eine wesentliche Rolle spielen. „Der Sherry ist mein Lieblingswein, er ist nicht nur ein großartiger Wein sondern ihn umgibt darüber hinaus auch eine gewisse Magie“, gab sich auch der weltbekannte spanische Koch Ferrán Adriá als Sherry-Fan zu erkennen.  

In der Hotelfachschule La Cónsula fand der abschließende Höhepunkt der Tagung statt. Alle beteiligten Köche kreierten gemeinsam ein Menü, in dem der Sherry die Hauptrolle übernahm. Von der Vorspeise bis zum Nachtisch, von Oktopus-Carpaccio bis Fruchtcocktail, bewiesen die Weine von Jerez ihre Qualität als idealer Begleiter jeder Art von Gericht.



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