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Christiane Keil |
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Deutschsprachige Nachbarschaftshilfe Costa del Sol e.V.Von Sarah Weik
„Wir helfen mit Rat und Tat“ ist das Motto der deutschsprachigen Nachbarschaftshilfe der Costa del Sol. Seit 4 Jahren bietet der Verein Deutschen, die sich für längere Zeit oder für immer an der Costa del Sol niederlassen, tatkräftige Unterstützung bei den großen und kleinen Problemen des Alltags. „Die Hilfe, die wir anbieten ist sehr vielfältig“, so Fernando Frühbeck, Präsident der Nachbarschaftshilfe.
Ob Begleitung oder Übersetzungshilfe bei Behörden oder Ärzten, Einkaufsbegleitung oder auch Unterstützung, wenn der spanische Traum zerplatzt und das Geld fehlt, um zurück nach Deutschland zu kommen – die Nachbarschaftshilfe hat für jedes Problem ein offenes Ohr. Mit Fernando Frühbeck in Marbella, Sigrid Hubert in Mijas Costa und Christiane Keil in Torrox findet man entlang der Küste kompetente Ansprechpartner.
Die Idee für einen deutschsprachigen Hilfsverein gab es schon lange, doch erst 2003 wurde sie schließlich umgesetzt. Im Februar 2003 initiierte Lina Gise ein Treffen aller Interessierter. Mit ihrer Erfahrung als Vorsitzende des Club 2000 verhalf sie dem Verein auf die Beine.
Vorbild bei der Gründung war der deutsche Hilfsverein in Madrid. Die Nachbarschaftshilfe sollte kein weiterer Freizeitverein werden, sondern ihren Schwerpunkt eindeutig in der Hilfe für andere haben. Eine zentrale Anlaufstelle für deutschsprachige Residenten. Personen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Gesundheit nicht mehr alleine zurechtkommen, oder auch einfach nur mit Sprachproblemen zu kämpfen haben, sollen mit Rat und Tat unterstützt werden.
Dabei arbeitet die Nachbarschaftshilfe eng mit dem deutschen Konsulat in Málaga zusammen. „Die Kommunikation mit dem Konsulat ist hervorragend. Wir nehmen gerne die Arbeit vor Ort ab und bekommen dafür alle notwendige Unterstützung“, betont Frühbeck. Als zentrale Anlaufstelle vermittelt der Verein auch zwischen den Residenten und dem Konsulat.
Über fehlende Unterstützung und fehlendes Engagement der Mitarbeiter kann sich der Präsident nicht beklagen. „Wir leben von den der Arbeit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter“, so Frühbeck, „ohne sie wäre unsere Arbeit gar nicht möglich“, fügt er hinzu. Die meisten Mitarbeiter sind über 60 Jahre alt. Oft wissen sie aus eigener Erfahrung oder von Familienmitgliedern und Bekannten wie es ist, wenn man einsam ist oder einfache Dinge wie Einkaufen oder Spazierengehen wegen Krankheit alleine einfach nicht mehr möglich sind. Um jedoch einen umfangreichen Service und eine Infrastruktur, wie sie der Verein in Madrid besitzt, zu bieten, fehlt es an der Costa del Sol an Geld. Zwar träumt man schon lange von eigenen Räumlichkeiten und festen Anstellungen, doch es fehlt die Finanzierung. „Wir finanzieren uns hauptsächlich über die Mitgliedsbeiträge“, erklärt Frühbeck. Doch 40 zahlende Mitglieder sind zu wenig.
Deshalb wünscht sich der Verein für die nächste Zeit vor allem neue Mitglieder, auch Spenden sind jederzeit willkommen. 60 Euro kostet die Mitgliedschaft im Jahr, 80 Euro für Ehepaare. Dabei ist die Belohnung nicht nur das Gefühl etwas Gutes getan zu haben, sondern auch die Sicherheit, zu wissen, an wen man sich wenden kann, wenn man wirklich einmal Hilfe benötigt.
Deutschsprachige Nachbarschaftshilfe Costa del Sol e.V.
Marbella: Tel. 952 765 225
Fernando Frühbeck
Mijas Costa: Tel. 952 930 527
Sigrid Hubert
Torrox: Tel. 952 538 475
Christiane Keil