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14:18 Dienstag 6. Januar 2009

Ein Schwimmbad

nur für Behinderte

Am 19. Januar war es endlich soweit: ASPANDEM konnte seine Schwimmhalle einweihen, die zu hundert Prozent aus Spendengeldern finanziert worden war

Am liebsten hätten sie sich sofort in dem 30 Grad warmen Wasser geaalt, aber zunächst sollte der Gemeindepriester die neue Schwimmhalle segnen und danach würden bei einem kleinen Festakt mit feinen Getränken und köstlichen Canapés ein paar Worte zur offiziellen Einweihung gesprochen werden. So hieß es also noch einmal – wenn auch nur für ganz kurze Zeit - warten. Darin hatten sich die Verantwortlichen von ASPANDEM in San Pedro de Alcántara schon leidlich üben müssen, denn schon im September letzten Jahres hätten die 500 von ihnen betreuten Behinderten in den Genuss der Unterwassertherapie kommen können, wäre da nicht der ewige Amtsschimmel wieder einmal skandalös langsam getrabt. Nun aber lag die glitzernde Wasserfläche zum Greifen nah.

Die insgesamt 250 Quadratmeter umfassende Anlage ist in kostengünstiger Leichtbauweise erstellt. Zwei Maschinenräume beherbergen Pumpen, die die Wassertemperatur permanent auf 30 Grad halten und die Luftfeuchtigkeit auf 60 Prozent. Im Eingangsbereich befindet sich  ein ansprechend gestaltetes Empfangs- und Wartezimmer, gegenüber ein ausgedehnter 

Trockentherapieraum, dann zwei immense, rollstuhlgerechte Badezimmer und natürlich das Schwimmbecken mit Jetanlage für Unterwassermassagen und einem Spezialkran, der die Behinderten ins und aus dem Wasser hebt. Allein dieses auf den ersten Blick fast unscheinbar wirkende Gestell und das Zubehör (ein Rollstuhl und eine Spezialtrage) haben achttausend Euro verschlungen, wie der Erbauer der Halle, Joachim von Kyaw, bei einem Rundgang erläutert. Insbesondere ihm und seinem Aloa-Golfkollegen Tom Darsey ist es zu verdanken, dass dieser Traum wahr werden konnte, denn sie haben nicht nur die gesamte Projektplanung durchgeführt, sondern auch einen bedeutenden Teil der für den Bau notwenigen Gelder selbst gesammelt. 

Ohne die Initiative und immer wieder bezeugte Spendenbereitschaft aller Mitglieder des Golf Clubs Aloa Clubs wie vieler anderer privater Spender hätte dieses Projekt niemals realisiert werden können, denn wie so viele andere karitative Einrichtungen ist auch diese Gesellschaft für junge Behinderte im Raum Marbella-San Pedro auf Unterstützung von Privatleuten angewiesen, wie der Präsident von ASPANDEM, Manuel Osorio Lozano, in seiner Dankesrede an alle die diejenigen hervorhob, die finanzielle oder materielle Unterstützung in Form von Sachspenden wie Baumaterial oder auch Arbeitszeit gewährt hatten.

Hilfseinrichtungen wie ASPANDEM, so der Vorsitzende der Regierungskommission in Marbella, Martín, seien unverzichtbar und sollten auf die Hilfe aller zählen können. Er versicherte moralische Unterstützung von Seiten der Stadt, was sicher begrüßenswert ist, aber letztlich verursacht die Therapie der Behinderten im Schwimmbad zusätzliche Kosten, die wohl wiederum nur durch Spendengelder zu bewältigen sein werden. Bleibt zu hoffen, dass nicht nur Aloa Golf, wie der Präsident des Golf Clubs versicherte, sondern auch viele andere Spender dazu beitragen werden, dass die gerade für Behinderte so entlastende und stimulierende Unterwassertherapie allen Patienten zugute kommen wird.

Text & Fotos: Gabi Berner



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