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Deutsche Botschaft und Konsulate in Spanien


20:03 Freitag 25. Juli 2008

Spanien ist „in“

Vor ein paar Tagen fand europaweit eine Umfrage statt, bei der die Bürger ihre Meinung dazu sagen sollten, in welchem Land Europas sie am liebsten leben und arbeiten wollten. Sie ahnen es schon – über zwei Drittel der Befragten entschieden sich für Spanien. Spanien ist tatsächlich „in“. So ist es nicht verwunderlich, dass auch bei den Besucherzahlen der „normalen“ Touristen immer neue Rekorde zu verzeichnen sind.

Das Jahr 2007 fing in dieser Beziehung mehr als gut an. Wirtschaftsstatistiker melden vom Januar einen „historischen“ Rekord der Besucher aus dem Ausland – besonders anziehend waren diesmal die Kanaren mit 28,6% und Katalonien mit 21,7%, gefolgt von Andalusien mit exakt 429.459 (15,2%) der insgesamt 2,8 Millionen Touristen. Und noch etwas Erfreuliches: Andalusien ist bei den Deutschen wieder im Kommen, die Zuwachsrate beläuft sich auf stolze 13 Prozent. Nur der bisherige absolute Renner, der englische Markt, verzeichnete (landesweit) im Januar einen schmerzlichen Einbruch von 4,7 Prozent. Die Wirtschaft freut sich über die Zuwachsrate von insgesamt 4 Prozent, die Spaniens zweitwichtigste Industrie in diesem Januar im Vergleich zum Vorjahrsjanuar aufweisen konnte.
Doch allmählich ist eine Veränderung festzustellen. Bei der Internationalen Tourismusmesse in Madrid (FITUR), auf der mehr als 170 Länder vertreten waren, hat sich bereits angedeutet, dass sich die Hauptanforderungen der Touristen an ihren Urlaubsort verändern. Sonne und Strand sind immer weniger gefragt, Kultur ist stark im Kommen, die Menschen zieht es immer mehr in ländliche Regionen, weg vom Massentourismus. Vergessen dürfen wir natürlich nicht den Golftourismus, der besonders im Golferparadies Andalusien gigantische Summen bewegt.

Nach all den Hiobsbotschaften über den Klimawandel also auch einmal etwas Erfreuliches im noch jungen Jahr. Als Mitglieder des gemeinen Fußvolkes steht es leider nicht in unserer Macht, am drohenden Klimawandel was zu ändern, dafür leisten wir uns schließlich den Luxus einer Horde von Politikern. Worauf wir einzelnen jedoch sehr wohl Einfluss haben ist auf den Eindruck, den unsere Besucher mit nach Hause nehmen. Sie zeigen ihrerseits viel Goodwill und geben uns die Chance, sie nicht zu enttäuschen. Tun wir uns den Gefallen, seien wir gute Gastgeber, gerade so als ob es sich bei jedem von ihnen um Erbtanten oder -onkel handelte – überlegen Sie mal, so weit hergeholt ist der Vergleich nicht! 

Denn kritisch sind sie allemal, und emanzipiert auch, die uns besuchen und Zeit und Geld hier investieren. Preise, Sauberkeit, Sicherheit, Freundlichkeit und Freizeitangebote, alles wird verglichen und zu Hause wiedergegeben. Auf ein historisches „Geprüft und für gut befunden“ am Ende des Jahres – an uns hier unten soll’s nicht liegen!

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