Spanien gilt als das Land, in dem die Heilige Woche am intensivsten gefeiert wird. Hier finden vielerorts Prozessionen der unterschiedlichen Bruderschaften statt, die ihre Bildnisse durch ihre Straßen tragen. Die Feiern der Karwoche zu Cuenca, Sevilla, Malaga, Cartagena, Salamanca, Leon, Zamora, Valladolid und Lorca sind von Internationalem Touristischen Interesse.Die der Christenheit heilige Karwoche, die Tage zwischen Palmsonntag und dem Auferstehungssonntag, ist für die Kirche eine äußerst bedeutsame Zeit, in der sie dem Leiden, dem Sterben und der Wiederauferstehung Jesu gedenkt. Zur Semana Santa gehören der Palmsonntag, der Heilige Montag, Dienstag und Mittwoch, der Heilige Donnerstag, der Heilige Freitag und der Heilige Sonnabend, vorher Lob- und Ehrensamstag genannt, und der Wiederauferstehungssonntag.
Die wichtigsten Tage der Karwoche sind drei: vorne an der Karfreitag, gefolgt vom Heiligem Samstag. Am erstgenannten Tage gedenkt man Jesu Tod, und am folgenden Tage seinem Grabe. Am anschließenden Sonntag feiern die Christen dann die Auferstehung Christi. Die Katholische Kirche zelebriert am Gründonnerstag die Eucharistie. Das Heilige Sakrament wird an diesem Tage an einem besonderen Platz innerhalb der Kirche aufbewahrt, wo es bis zur nächsten Messe verweilt, so dass die Gläubigen davor einzeln oder in Gruppen, je nach örtlicher Gegebenheit länger oder kürzer beten.

Karfreitag, der Heilige Freitag, ist der Freitag unmittelbar nach dem ersten Frühlings-Vollmond der nördlichen Hemisphäre. Technisch zählt der klerikale Vollmond, der fast immer mit dem astronomischen Vollmond zusammen fällt. Trotzdem kann Karfreitag jeden Freitag zwischen dem 21. März und dem 23 April sein.
Fotos: Johanna Romolo