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14:26 Dienstag 2. Dezember 2008

Die Bedürfnisse des Kunden stehen im Vordergrund

Rudolf Roth ist Geschäftsführer und Mitinhaber von „Aquila Roth & Partner AG“, Zürich. Mit seinem Team ist er auch regelmäßig in Marbella an der „Costa del Sol“.
Rudolf Roth ist Geschäftsführer und Mitinhaber von „Aquila Roth & Partner AG“, Zürich. Mit seinem Team ist er auch regelmäßig in Marbella an der „Costa del Sol“.
“das aktuelle spanienmagazin” im Gespräch mit Rudolf Roth

Wer ist Aquila?
Die Aquila Gruppe ist ein Verbund unabhängiger Schweizer Vermögensverwalter. Mit 24 angeschlossenen Vermögensverwaltungsgesellschaften und über 60 Partnern an sieben Standorten in der Schweiz betreuen wir Kundengelder von rund CHF 5 Mia.
Das lateinische Wort Aquila bedeutet Adler. Der Name steht für unsere Philosophie: Aus der Adlerperspektive treffen wir vorausschauende Investmententscheide. Vor allem aber wollen wir unsere Kunden als Ganzes wahrnehmen und diese gesamthaft und umfassend betreuen und beraten.

Herr Roth, wieso sind Sie vor fünf Jahren den Weg ins Unternehmertum gegangen?
Nach fast 20 Jahren Berufserfahrung bei verschiedenen namhaften Schweizer Banken hatte ich seinerzeit die Chance erkannt, mich selbständig zu machen, um so meiner anspruchsvollen Kundschaft mehr zu bieten und vertieft auf deren Bedürfnisse einzugehen.

Was bieten Sie einem Privatkunden, das er nicht auch bei seiner Bank erhalten könnte?
Einige Banken werden durch Fusionen und Übernahmen immer größer und unpersönlicher.
Wir sehen uns jedoch als „Concièrge“ und als Freund und Partner des Kunden. So sind wir individuell, neutral und konzentrieren uns bewusst auf eine kleine Anzahl exklusiver Kunden. Dadurch bieten wir die gewünschte Kontinuität und können dem Kunden eine integrale Beratung und Betreuung über sämtliche seiner Bankbeziehungen und Vermögenswerte offerieren. 

Wie funktioniert Ihre Vermögensverwaltung?
Der Kunde wählt seine Bank selber aus. Entweder bleibt er bei seiner bisherigen Hausbank oder wir öffnen ihm durch unser Beziehungsnetz einen bevorzugten Zugang zu den führenden Bankadressen. Durch unsere Größe profitiert er von beachtlichen Sonderkonditionen von bis zu 50% Rabatt auf die Standardtarife, was ihm erhebliche Kosten erspart. Nachdem wir gemeinsam mit dem Kunden seine ganz persönliche Anlagestrategie definiert haben, verwalten und betreuen wir dessen Vermögenswerte. Als Entschädigung vereinbaren wir üblicherweise ein leistungsabhängiges Verwaltungshonorar (Performance-Fee). Wir werden vom Kunden bezahlt – nicht von einer Bank oder einem Produktanbieter – und haben somit keine Drittinteressen zu vertreten. Wir vertreiben keine eigenen Produkte, sondern bieten maßgeschneiderte Lösungsvorschläge und picken im Markt die meistversprechenden Produkte heraus. Auch von den Finanzplätzen her sind wir ungebunden. Ob der Kunde nun eine Bankverbindung in der Schweiz, Spanien, Gibraltar, Deutschland, Singapur oder beispielsweise Dubai unterhalten will, spielt für uns keine Rolle. Allein seine Bedürfnisse zählen und stehen im Vordergrund.

Worauf sollte der Kunde achten?
In der Schweiz werden schon heute rund 10 bis 15 % (also ca. CHF 400 bis 600 Mia.) aller verwalteten Privatvermögen durch unabhängige Vermögensverwalter betreut. Da diese Berufskategorie rechtlich nicht geschützt ist, kann sich im Prinzip jedermann “Vermögensverwalter” oder “Finanzberater” nennen. Darum ist es bei der Wahl seines “richtigen” Vermögensverwalters sehr wichtig, neben dem Vertrauen und einem guten Bauchgefühl unbedingt auch grossen Wert auf dessen Qualifikationen, Referenzen und seinen Erfolgsausweis sowie die Zugehörigkeit zum Berufsverband zu legen. Selbstverständlich erfüllen sämtliche unserer Partner diese Anforderungen. 

Was bieten Sie für Sicherheiten?
Das Depot wird im Namen des Kunden bei „seiner“ Bank geführt. Wir verwalten und betreuen dessen Vermögenswerte, können aber keine Bezüge tätigen, dies basierend auf dem schriftlich festgehaltenen Vermögensverwaltungsauftrag. Als Schweizer Unternehmen unterstehen wir Schweizer Recht. Wir sind Mitglied im Verband Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV) mit dessen hohen Sicherheitsauflagen. Unser Stammhaus untersteht zusätzlich freiwillig der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission, wodurch wir wie eine Schweizer Bank reguliert sind. Damit sind eine Haftpflichtversicherung und ein solides Grundkapital gewährleistet. Hinzu kommen die Reputation unserer Gesellschaft, der ganzen Gruppe und natürlich die ganz persönliche langjährige Erfahrung jedes einzelnen Partners.
Da wir leistungsorientiert entschädigt werden, passen wir das Risiko den Kundenbedürfnissen und den jeweiligen Marktverhältnissen an. Unser Ziel ist es, eine nachhaltige positive Rendite zu erzielen. Das heißt, wir wollen für unsere Kunden kein Geld verlieren. Was trivial erscheint, ist leider nicht immer ganz einfach, wie die Jahre 2000 bis 2002 schmerzhaft gezeigt haben. Unser Ziel ist es nicht, einen Benchmark oder Index (z.B. DAX oder IBEX) relativ zu übertreffen. Unsere absolute Vorgabe ist die Nulllinie, das heißt der Kapitalerhalt. Darauf aufbauend wollen wir die der Anlagestrategie entsprechende optimale Rendite erzielen.

Wie sehen Sie die zukünftigen Bedürfnisse?
Nach einigen negativen Erfahrungen, wie in jüngster Vergangenheit den Medien zu entnehmen war, wird der Kunde vermehrt auf banken- und produktunabhängige Vermögensverwaltung setzen und auch bereit sein, für diesen Mehrwert und den sehr persönlichen Service zu bezahlen.
Gleichzeitig sucht der Privatkunde nicht nur einen Vermögensverwalter, sondern möchte über einen „privaten Finanzchef“ verfügen, der ihn auch in Sachen Nachlassplanung, Steueroptimierung, Nachfolgeregelung seines Unternehmens, Immobilienverkauf, Fremdfinanzierung, Retailbanking, Versicherungsthemen, usw. kompetent und neutral betreut. Dies können wir intern und in Zusammenarbeit mit bewährten externen Spezialisten und Partnern aus einer Hand anbieten.

Was dürfen wir vom Anlagejahr 2007 weiteres erwarten?
Gesunder Realitätssinn ist angesagt, und eine Dosierung des Risikos ist weiter empfehlenswert. Die Welt der Aktienanleger war bis Ende Februar rosarot. Vier Jahre Hausse hatten die Schmerzen der Baisse nach der Jahrtausendwende stark gelindert. Doch wie es in den dunklen Tagen galt, nicht die Erinnerung an die hellen zu verlieren, sollten Anleger nun nicht die Risiken am Aktienmarkt ausser Acht lassen. Nach einer der längsten und eindrücklichsten Phasen steigender Kurse erschien es uns vor einiger Zeit jedenfalls als nicht unklug, an Kapitalschutz zu denken, um Gewinne zu sichern. Die wahren Probleme liegen eigentlich nicht bei den Aktien, sondern bei Krediten, Kreditderivaten und Devisen. Das Anlagejahr 2007 wird volatil und spannend bleiben und Chancen für einen Neueinstieg bieten.

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