Kebab „Shishlik“Lammspießchen auf Sefardenart
Kebab kennt man seit ewigen Zeiten überall auf der Welt, denn überall steckte man Fleisch auf Spieße und garte es im offenen Feuer.
Heute unterscheiden sich die Spießchen meist nur durch den Namen, das verwendete Fleisch sowie die Würzmischungen. In Marokko würzt man das Fleisch mit einer speziellen Gewürzmischung für Fleisch und es wird auch nicht nur Lammfleisch auf den Spieß gesteckt, sondern auch Geflügel und Fisch. In Griechenland und Indien werden Souvlaki und Sate meist mit Schweinefleisch zubereitet und in vielen Ländern wird nicht nur Fleisch, sondern auch Gemüse wie Paprika, Tomaten und Zwiebeln „aufgespießt“.
In Deutschland wurden Fleischspieße als „Schaschlik“ bekannt – noch bevor wir sie in aller Welt unter anderem Namen wiederentdeckten! Die Wortgleichheit lässt erahnen, dass „unsere“ Version des Kebab vom jüdischen „Shishlik“ abstammen muss, das wiederum bereits von den Sefarden in Al-Andalus zubereitet wurde!
- Zubereitungszeit: 30 Min. (ohne Marinier- und Grillzeit)
Zutaten: Für 4 – 6 Pers.
1 kg Lammfleisch (Keule)
1 Aubergine (ca. 500 g)
200 ml Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 El Essig
3 – 4 Lorbeerblätter (Rand etwas einreißen)
1 gestr. Tl Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
- Zubereitung:
Lammfleisch vom Fett befreien und in mundgerechte Würfel schneiden, Aubergine ebenfalls - nicht zu klein – würfeln
Olivenöl, Zitronensaft, Essig, Lorbeer und Gewürze vermischen
Fleisch- und Auberginenwürfel mit der Marinade vermengen und zugedeckt mind. 5 – 6 Std. marinieren (Kühlschrank). Zwischendurch einmal wenden
Fleisch- und Auberginenwürfel abwechselnd auf Spießchen stecken, dabei immer mit Fleisch beginnen und enden
Spieße auf dem Grill ca. 15 Min. von allen Seiten braten und ggfls. vor dem Servieren etwas salzen
Dazu Brot und eingelegte Paprika reichen. In vielen arabischen Ländern wird zum Kebab Gurkenjoghurt serviert.
Tipp: Am besten schmeckt Kebab natürlich ganz traditionell vom Holzkohlegrill!