Im dritten Jahr in Folge gibt der Zoo Fuengirola die Geburt von gesunden Lemur Catta Babys bekannt. Diesmal war sogar ein Zwillingspärchen dabei. Die Besucher können die kleinen Primaten bereits beim Spielen im Freien beobachten, wo sie sich ohne Barriere bewegen. Sie sind unumstritten die Medienstars des Tierparks.Die Lemuren mit dem beringten Schwanz leben in Fuengirola mit zwei anderen Arten zusammen, die ebenfalls vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt gibt es 50 unterschiedliche Arten, die fast ausschließlich auf Madagaskar leben. Aber die viertgrößte Insel der Welt mit ihrer einmaligen Flora und Fauna steht durch Pollution, Rodungen und Jagd unter großem Druck, weshalb nicht nur für Lemuren Zuchtprogramme ex situ überlebenswichtig sind. Ihr spanisches Habitat, die Zoo-Insel Madagaskar, ist der afrikanischen Heimat nachempfunden. Man hat sogar einen tausendjährigen Boabab nach hier verpflanzt.
Der Zoo ist an der sechsten jährlichen Kampagne beteiligt, die vom Europäischen Zoo- und Aquarienverband zur Sammlung von Fonds für Projekte zur Rettung von Madagaskars Tier- und Pflanzenwelt organisiert wird. Sie wird von 300 Tiergehegen mit jährlich über 125 Millionen Besuchern unterstützt und informiert über die ernste Bedrohung, der die Insel ausgesetzt ist.
Man plant in Fuengirola in diesem Sinne eine Reihe von Sonderaktivitäten. Dazu gehört ein Fotowettbewerb, die Verlosung einer Madagaskarreise und Geldpreise. Denn das Hauptziel des Zoos von Fuengirola war von Anfang an die Erhaltung der natürlichen Lebensbedingung von Tieren und Pflanzen. Seit seiner Planung legte man den Zoo für die Unterbringung von Spezies an, deren Zucht eine überlebenswichtige Aufgabe ist. Die regelmäßigen Geburten beweisen den Erfolg der Artenschutzbemühungen des Tierparks.