Anleger, die ihr Geld besser investieren möchten, sollten das Verhältnis zwischen Risiko und Rendite genau unter die Lupe nehmen.Um ein angemessenes Verhältnis von Risiko und Rendite zu finden, sollten Privatanleger zunächst einmal festlegen, welchen Zweck sie mit ihrem Investment hauptsächlich verfolgen wollen: Kapitalerhalt oder Kapitalwachstum. In diesem Zusammenhang sollten auch die Renditeerwartungen des Anlegers sowie sein Maß an Risikobereitschaft berücksichtigt werden.
Leider bedenken viele Anleger das mit einer Wertpapieranlage verbundene Risiko nicht gründlich genug. Dies gilt vor allem in Zeiten steigender Märkte, die den Anleger gewöhnlich zu der irrigen Annahme verleiten, das für jede Anlage geltende Risiko-Rendite-Verhältnis sei auf einmal außer Kraft gesetzt. Anleger, die diese Grundwahrheit geflissentlich übersehen, gehen ein hohes Risiko ein. Oft wird ihnen dies jedoch erst bewusst, wenn sie von einer heftigen Marktkorrektur überrascht werden. Ein Beispiel hierfür ist das Platzen der Internetblase zu Beginn dieses Jahrhunderts.
Ein wichtiges Hindernis, das Anleger in diesem Zusammenhang überwinden müssen, ist der emotionale Aspekt des Geldanlegens. Eine ganze Reihe von Anlageentscheidungen wird einzig und allein auf psychologischer, wenn nicht gar sentimentaler Grundlage gefällt und hat mit einer rationalen und risikobewussten Entscheidungsfindung wenig gemeinsam.
Seit vielen Jahren setzen institutionelle Anleger, wie Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds, ausgefeilte Optimierungsprogramme ein, um „effiziente“ Portfolios zu erstellen, wobei die Portfoliostrukturierung bei der Anlageentscheidung die wichtigste Rolle spielt. (Studien belegen, dass eine Portfoliostrukturierung über 90 % der Rendite eines Portfolios ausmacht.) Diversifizierung, also die Verteilung des Risikos auf unterschiedliche Währungen, Wertpapiere und andere Finanzinstrumente, ist ein Schlüsselelement in diesem Prozess. Diese Methode eignet sich nicht nur für institutionelle Anleger. Sie ist auch für private Investoren anwendbar.
Diese Faktoren tragen nicht nur dazu bei, dass Anleger ihre Investmententscheidungen bewusster treffen, sondern fördert auch das Verständnis zwischen Investoren und ihren Anlageberatern, deren Aufgabe es ist, den Anleger bei der Ausarbeitung seines individuellen Risikoprofils zu unterstützen. Erst einmal erstellt dient das Risikoprofil als Grundlage für sämtliche Entscheidungen hinsichtlich der Portfoliostrukturierung.
Kontakt:
Nordea Bank S.A. - Luxembourg
www.nordea.lu
Ein Beispiel für das Konzept der Portfoliostrukturierung
Nehmen wir an, Sie legen 100.000 Euro für einen Zeitraum von sechs Jahren an und wählen gemäß dem Portfoliostrukturierungsmodell von Nordea eine niedrige Risikostufe. In diesem Falle beträgt der zu erwartende Maximalverlust nach sechs Jahren 0 % bei einer Wahrscheinlichkeit von 95 %. In einem einzelnen Jahr kann sich der maximale Verlust allerdings auch auf über 0% belaufen. Die erwartete Rendite nach sechs Jahren beträgt 39%. Allerdings besteht die Möglichkeit, eine Maximalrendite von bis zu 71% zu erzielen.
Die Strukturierung der Portfolios würde dann wie unten aufgezeigt aussehen:
