Eine 4,4 Mio. Hektar ZwischenbilanzDas Umweltamt Andalusien hat in den letzten sechs Jahren die Investitionen für Wartung, Aufforstung und vernünftige Nutzung des Mittelmeerwaldes verdoppelt. Von 123 Millionen Euro im Jahr 2000 ist man jetzt bei 267 Millionen, die die Junta de Andalucia für diese Art von Umweltschutz ausgibt.
Auch bei der Auftragsvergabe hat sich etwas geändert. Die öffentlichen Ausschreibungen beschäftigen von 2000 nur 7 heute 47 private Unternehmen. Diese Gelder zur Höhe von 170 Millionen Euro gelten hauptsächlich der Pflege von neu angepflanzten Pinienwäldern, Eliminierung von Eukalyptusbeständen, Regeneration von Brandgebieten und allgemeinen Verjüngung degradierter Waldbestände.
Die Entwicklung hat Wirtschaftszweige auf den Plan gerufen, die in Andalusien kaum relevant oder nicht existent waren. Die Junta de Andalucia unterstützt auch sie, sofern sie den Forst und die darin eingebettete andalusische Umwelt vernünftig nutzen. Dasselbe gilt für die sog. UTEs, zweckgebundene vorübergehende Firmenzusammenschlüsse.
Andererseits kündigte das Umweltamt die Einführung einer neuen Datenbank für Tarife für alle Art von Arbeiten, Dienstleistungen und Beratung auf dem Gebiet der andalusischen Umwelt an. Auch studiert man auf Landesebene die Machbarkeit von Geschäften und rentablen Marktlücken wie die Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung.
Zurzeit arbeiten in Andalusien über 7.000 Menschen in den Bergen. Verlässliche Daten über den Zustand der Wälder werden seit 1956 mit Luftaufnahmen zusammengetragen. Damals waren 52% Andalusiens Natur- und Halbnaturlandschaften. In den folgenden Jahren veränderte sich die Lage derart negativ, dass 1989 ein Plan zur Rettung der Wälder erstellt werden musste; da waren bereits 500.000 Hektar der Brennstoffgewinnung für Haushalte und der Ausdehnung landwirtschaftlicher Nutzflächen gewichen. Mit Hilfe dieses Notplans hat man davon bis heute 400.000 Hektar zurück erobern können, und Andalusien ist durch die Bemühungen auf dem Gebiet der Landschaftspflege und optimalen Nutzung natürlichen Ressourcen eine nationale Referenz geworden.