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14:38 Dienstag 2. Dezember 2008

Impfung gegen Rotavirus

Die Impfung verhindert am wirksamsten, dass sich Kinder durch Rotaviren mit einer Magen-Darm-Grippe anstecken und in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen

Der Rotavirus ist weltweit die wesentliche Ursache für starken Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern. Dieser Virus befällt praktisch alle Kinder in den ersten fünf Lebensjahren unabhängig von Geschlecht oder gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Status.
In Europa werden wegen dieser Erkrankung 87.000 Säuglinge in Krankenhäuser eingeliefert, mehr als 700.000 Kinder müssen zum Arzt und 2,8 Millionen werden zu Hause behandelt. Man schätzt, dass jährlich 3,6 Millionen der 23,6 Millionen Kinder in der EU, die jünger als fünf sind, wegen des Rotavirus an der Magen-Darm-Grippe leiden.
„Diese Krankheit befällt vor allem Kinder zwischen 6 und 24 Monaten“, erklärt der Arzt Manuel Baca, Chef der Kinderabteilung des internationalen Krankenhauses Xanit bei der Tagung zu Impfung und Lebensqualität, die vor kurzem im Ärzte-Institut in Malaga stattfand. „Zudem sind die Folgen bei Kleinkindern sehr ernst – Komplikationen und Einlieferungen ins Krankenhaus sind nicht selten“, fährt der Experte fort. 

Die Impfung: einzige Maßnahme, um vorzubeugen
Infektionen mit dem Rotavirus übertragen sich leicht, der Virus kann mehrere Stunden an den Händen überleben und mehrere Tage an festen Oberflächen. „Deshalb ist es schwierig einer Ansteckung unter Kindern und anderen im Krankenhaus vorzubeugen“, erklärt Baca.
Die Infektion überträgt sich von Mensch zu Mensch, wenn man etwas Infiziertes isst oder trinkt und mit infizierten Oberflächen in Kontakt kommt, wie Spielsachen oder Arbeitsplatten. „Es handelt sich um einen sehr resistenten Virus, der lange Zeit an jeder Oberfläche überlebt“, sagt Baca. „Deswegen ist es sehr schwierig, die Übertragung der Keime zu verhindern. Das einzig Wirksame, heutzutage eine Ansteckung zu vermeiden, ist die Impfung.“
„Kindergärten und Orte, an denen Kinder viel Kontakt untereinander haben, sind die größten Brutstätten für eine Ansteckung“, erläutert Baca. Deswegen sei die Impfung als einzige wirksame Maßnahme gegen die Magen-Darm-Grippe empfohlen. In Spanien sind seit einem Jahr wirksame Impfstoffe auf dem Markt, um dieser Erkrankung vorzubeugen und so die Zahl der infizierten Kinder zu verringern.

Symptome und Behandlung
Typisch für die durch den Rotavirus verursachte Magen-Darm-Grippe sind plötzlich auftretendes Fieber, Brechreiz und Durchfall. Diese Symptome können einhergehen mit Schluckbeschwerden, Müdigkeit und allgemeinem Unbehagen. Durchfall und Brechreiz können gelegentlich zu Austrocknung führen.
Zu Beginn der Austrocknung zeigt sich kein Symptom; aber, wenn sie fortschreitet, zeigen sich Anzeichen wie Durst, Unruhe oder Reizbarkeit, die Haut wird rissiger, die Augen und die Fontanela bei den Säuglingen brüchiger. Wenn sie sich weiter entwickelt, sind die Anzeichen sehr ausgeprägt und man muss sofort das nächste Krankenhaus aufsuchen, um den Flüssigkeitshaushalt der Kinder wieder herzustellen. Eine angemessene Auswertung der Dehydrierung ist entscheidend für eine geeignete Behandlung und ob die Kinder zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden können.
Der Aufenthalt im Krankenhaus hängt vom Ausmaß der Magen-Darm-Grippe ab und variiert von Land zu Land zwischen zwei und vier Tagen. Aber man muss damit rechnen, dass der Krankenhaus-Aufenthalt bei Babys unter vier Monaten viel länger ist.

Kontakt:
Hospital Internacional Xanit
Benalmádena - www.xanit.net

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