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Der Denker, 1903, Bronze. Wurde 1919 auf Rodins Grab gesetzt, wo eine Großversion der selben Arbeit gestanden hatte. |
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Die Stiftung „La Caixa“ in Zusammenarbeit mit dem Rathaus Málaga machte es möglich, 7 Original-Skulpturen, darunter Rodins bekanntestes Werk „Der Denker“, nach Málaga zu bringen. Bis zum 12. Dezember sind diese Kunstwerke in der Calle Larios ausgestellt.
Spezielle Lastkraftwagen brachten die wertvollen Statuen direkt aus dem Museum Rodin in Paris nach Málaga. Es ist das erste Mal, dass diese 7 Statuen außerhalb des Museums und auch noch unter freiem Himmel ausgestellt werden. Viele Passanten stellten bereits die Frage, ob es sich wirklich um die Originale handelt, oder ob nur Nachbildungen aufgestellt wurden. Luis Reverter, Generalsekretär der Stiftng „La Caixa“, wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich um die Originale handelt.
Auguste Rodin
François Auguste René Rodin (* 12. November 1840, Paris; † 17. November 1917, Meudon) war ein französischer Plastiker, Bildhauer und Zeichner. Mit ihm beginnt das Zeitalter der modernen Plastik und Skulptur.
Leben
Rodin stammte aus einer konservativen Beamtenfamilie; sein Vater arbeitete in der Polizeiverwaltung. Mit 13 Jahren wurde Rodin 1853 Schüler der École Spéciale de Dessin et de Mathématiques. Im darauf folgenden Jahr wechselte er an die École des Arts décoratifs. Dort blieb er bis 1862. Während dieser Zeit versuchte er mehrmals vergeblich, als Student an der berühmten École des Beaux Arts aufgenommen zu werden.
Als 1862 seine Schwester starb, geriet Rodin in eine Lebenskrise und er trat dem Orden PPres du Saint-Sacrement bei. Doch schon beim Eintritt in den Orden wurde er für sein künstlerisches Schaffen für alle Zeit freigestellt. Zwei Jahre später wurde Rodin Schüler von Albert-Ernest Carrier-Belleuse. Er folgte seinem Meister 1870 nach Brüssel, aber die künstlerische Auseinandersetzung wuchs zu einem handfesten Streit und Rodin trennte sich 1870 von Carrier-Belleuse. Ab dieser Zeit erfuhr Rodin durch öffentliche Aufträge auch seine erste künstlerische Anerkennung.
In den Jahren 1875/76 unternahm Rodin eine Studienreise nach Italien um das Geheimnis Michelangelos zu entschlüsseln. 1877 kehrte er wieder nach Paris zurück, u.a. um Frankreichs gotische Kathedralen zu studieren. Die Porzellanmanufaktur in SPvres nahm Rodin für die Jahre 1879/82 unter Vertrag. 1883 lernte Rodin Camille Claudel kennen. Sie wurde erst seine Schülerin, später seine Geliebte.
1894 ließ sich Rodin in Meudon nieder und scharte dort einen Kreis junger Schriftsteller und Künstler um sich. „Sie sind es, der in unserem Jahrhundert die glorreichste, die vollendetste Verkörperung der plastischen Kunst darstellt”, so der zeitgenössische prominente Kunstkritiker Octave Mirbeau zu Rodin.
Bei der Weltausstellung in Paris 1900 werden im Pavillon Rodin 171 seiner Werke präsentiert. In den Jahren 1905/06 war Rainer Maria Rilke als Privatsekretär Rodins tätig. Im Hôtel Biron installierte Rodin 1907 ein weiteres Atelier, das heute als Musée Rodin zu besichtigen ist.
Im Alter von 76 Jahren heiratete Rodin im Februar 1917 seine langjährige Lebensgefährtin Rose Beuret. Am 17. November 1917 starb Auguste Rodin in Meudon.
Wegbereiter der Moderne
Auguste Rodin gilt als ein bedeutender Wegbereiter der Moderne, der neue Maßstäbe vor allem auf dem Gebiet der Plastik und der Skulptur setzte und die Kunst seiner Nachfolger auf verschiedenste Weise beeinflusste. Im Gegensatz zu anderen großen Plastikern und Bildhauern seiner Zeit (z.B. Albert-Ernest Carrier-Belleuse), widersetzte er sich dem vorherrschenden idealisierenden Akademismus und versuchte sich in neuen Darstellungsformen, ohne dabei jedoch die Tradition aus den Augen zu verlieren. Im Gegenteil verstand er sich und seine Kunst dabei als „Brücke zwischen Gestern und Morgen“. Zu den wichtigsten Einflüssen zählen wohl die Bildhauer der griechischen Antike, sowie Donatello und vor allem Michelangelo. Rodins Stil wurde immer wieder neu einzuordnen versucht, unter anderem beispielsweise als impressionistisch („Kunst der Buckel und Höhlungen“, Rodin), symbolistisch oder realistisch. Auch als Vorbereiter des Expressionismus und des Kubismus wurde er angesehen. Speziell das Non-finito darf dabei als bedeutendes Stilmerkmal vieler seiner Werke gelten, das prägend für viele kommende Künstler werden sollte. Im Gegensatz jedoch zu beispielsweise Michelangelos unvollendeten Werken, die meist aus Gründen wie Geldmangel oder wegen seiner starker Zweifel, der ursprünglichen Idee in der Umsetzung gerecht werden zu können, in diesem Zustand belassen wurden, versuchte Rodin, dieses Fragmentarische in voller Absicht als ausdruckstragendes Stilmittel zu verwenden. Überaus modern und seiner Zeit weit voraus sind insbesondere seine Assemblagen, die durch Neu-Kombination von Teilen bereits bestehender Werke andere Sinnzusammenhänge erschließen. Auch seine erst spät entstandenen eigenständigen Zeichnungen und Aquarelle (im Gegensatz zu den Werk-Skizzen, Studien und Kopien), die mit sparsamsten Mitteln über große Ausdruckskraft verfügen, dürfen als recht kühn angesehen werden. Eine Handvoll erotischer Zeichnungen, die 1906 in Weimar ausgestellt wurden, führte sogar zum Rücktritt des damaligen Direktors des großherzoglichen Museums in Weimar, Harry Graf Kessler.
Quelle: Wikipedia