zwischen Malaga und Dänemark
Jørgen Laurberg hat ein Standbein in Kopenhagen und das andere in Marbella und Fuengirola. Oben drein übt er zwei Berufe aus: Das Anpassen von Hörsystemen und die Herstellung derselben. Seit letztem Jahr werden sie auch in Spanien vertrieben.
Seine berufliche Laufbahn begann als Optiker, spezialisiert auf Kontaktlinsen. Dann vertiefte sich Herr Laurberg in den Sektor Hörgeräte und begann seine Karriere in den 60igern zuerst als Verkäufer für eine Herstellungsfirma. Heute besitzt dieser dänische Fabrikant und Großhändler einen Herstellungsbetrieb in Dänemark und zwei Hörzentren in Malaga. Seit seinen ersten Schritten in der Hörgerätebranche setzte er sich das Ziel, die damals noch sehr großen und hässlichen Apparate eigenhändig zu verbessern. Seine erste Kreation als Hersteller war eine Hörbrille. Diese wurde, laut ihm, zu einem vollen Erfolg. Die Schwierigkeit bestand darin, den Hörapparat in der Brille so unterzubringen, dass er nicht sichtbar war.
In der Firma Dicton in Dänemark, einer Aktiengesellschaft mit 12 Angestellten, werden abgesehen von der Neuherstellung und Reparation der Geräte auch Ohrstöpsel für das Bad, gegen laute Geräusche und weitere Produkte aus der Palette Audiohilfen hergestellt.
Hörapparate “made in marbella”
Malaga Dicton hat eigene Hörzentren in Fuengirola und in Marbella. Vor 15 Jahren eröffnete Jørgen Laurberg zuerst in Fuengirola und vor 10 Jahren ein weiteres Geschäft in Marbella. Diese Jubiläen feiert er nun mit seinem Kunden, indem er ihnen einen Gutschein über 500 Euro auf jedes neue digitale Hörgerät schenkt. In Marbella arbeiten zwei Spezialisten für Hörprothetik, ein Hals-Nasen-Ohrenarzt und Jørgen Laurberg und hier ist es auch, wo die Geräte für seine spanischen Kunden hergestellt werden. Das besondere seiner Hörkliniken ist, dass der Kunde das komplette Packet des “besser Hörens” bestellen kann, angefangen beim Hörtest, dann die Herstellung der Negativform für die Hörkapsel bis zur Produktion des individuellen Hörgerätes und nicht zu vergessen, die nachfolgenden notwendigen Revisionen in der Zukunft .
Expansion auf weitere Städte
Seine Kundschaft kennt die Dicton Zentren hauptsächlich weil sie Urlaub an einem der o.g. Orte der Costa del Sol gemacht haben oder vom Hörensagen zufriedener Kunden. Der Grossteil seiner Klientel sind Deutsche, eine Sprache die der Eigentümer perfekt spricht, dann Norweger, Schweden, Dänen und Engländer. Nichts desto trotz, erklärt uns Laurberg glücklich, nimmt die Anzahl der spanischen Besucher immer mehr zu, so dass momentan 30 bis fast 40 % der Kunden national sind und Größenteils von Cordoba, Algeciras, Cadiz und zum Teil von Nordspanien aus dem Baskenland kommen, und dass immer mehr “jüngere Leute” darunter sind. Die große Nachfrage nach seinen Produkten hat dazu geführt, dass er seinen Service nun auch in Torre del Mar sowie in Nerja in zwei Optikergeschäften anbietet.
Obwohl die Kundschaft von Dicton bisher zum größten Teil aus der besser gestellten Gesellschaft stammt, behauptet ihr Direktor, dass seine Hörgeräte “erschwingliche Preise” haben, da sie von ihnen selbst hergestellt werden und er somit flexibler bei der Preisgestaltung sein kann. Tatsächlich wird uns bestätigt, dass Dicton versuchen wird, die Preise so günstig zu machen, dass jeder in der Lage ist sich ein 100% digitales Hörgerät leisten zu können - und zu genießen.
Internationale Bestandteile
Bevor Laurberg ein Hörgerät in seinem Labor herstellen kann (übrigens sein Lieblingsplatz) muss er zuerst alle notwendigen Bestandteile dafür einkaufen. Die digitalen Chips importiert er aus den USA, da diese Mikrochips es ermöglichen die automatische Kontrolle der Resonanz, der Umweltgeräusche oder der Lautstärke zu haben. Das Plastik für das Gehäuse kommt aus Dänemark und das Mikrofon aus USA. Obwohl andere Firmen auch dort einkaufen, ist die Bauweise zu Dicton verschieden, da wir auf die individuellen Wünsche unserer Kunden eingehen können. Desweiteren, erklärt Laurberg, ist unser so genanntes Dictoflex aus einem neuen Silikonmaterial hergestellt, welches eine größere Stabilität der Hörkapsel erzeugt und gleichzeitig dem Träger großen Komfort bietet.
Cros System und Cros-Bi-System
Das so genannte Cros System wird empfohlen wenn nur auf einem Ohr ein größerer Gehörschaden vorliegt und das andere gesund ist oder nur ein geringer Gehörschwund auf diesem Ohr vorliegt. Das Cros-Bi-Cros wird angewandt, wenn auf beiden Ohren Verluste bestehen. Das System überträgt von einem Ohr zum anderen über kleine Funkwellen.
“Wir bringen im tauben Ohr ein Audiofon mit Mikrofon an und einen Transmitter der die Signale an das gesunde Ohr sendet, in dem der Empfänger eingesetzt ist”, erklärt Lauberg. “Normalerweise benötigt man ein Kabel das die Hörgeräte miteinander verbindet, aber bei den Geräten von Dicton ist dies nicht mehr notwendig, da sie mit einer Funk-Frequenz arbeiten.“ Wie uns Herr Laur- berg verrät, wird dieses so genannte Cros Bi Cros und Cros System ab diesem Jahr auch an spanische Händler ausgeliefert.
2.000 Hörapparate im Jahr
Vielleicht hat all das Vorgenannte dazu beigetragen, dass Laurberg rund 2000 Hörgeräte jährlich über seine eigenen Zentren verkauft. Dicton exportiert momentan auch nach Norwegen, Brasilien, England, Holland, Schweden, Deutschland und Island. Über das vergangene Jahr 2007 sagt Laurberg, dass er erstaunt war, dass trotz großer Konkurrenz die Verkaufszahlen gestiegen sind und er gegenüber dem Vorjahr 10% mehr umgesetzt hat. “ Die Leute kommen zuerst ins Zentrum und lassen nur einen Hörtest machen, dann gehen sie um die Preise woanders zu vergleichen, aber am Schluss kommen sie alle wieder, da wir günstiger sind. Ein weiterer Pluspunkt der für Dicton spricht ist die Schnelligkeit, nach nur 4 Tagen sind die Apparate hergestellt”, betont Laurberg. „Dazu kommt noch, dass wir unsere Geräte alle selbst reparieren und dies auch schnell.“
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