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Deutsche Botschaft und Konsulate in Spanien


08:02 Sonntag 6. Juli 2008

Die Ultraschalluntersuchung des Bewegungsapparates

(Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke )

In Spanien für orthopädisch/ traumatologische Indikationen wenig bekannt und populär, stellt die Ultraschalluntersuchung des Bewegungsapparates für den geübten Orthopäden ein wichtiges Instrument zur richtigen Diagnosefindung dar.
Mit hochauflösenden Geräten der letzten Generation lassen sich oft bereits bei der ersten Vorstellung in der Praxis wichtige krankhafte Veränderungen isolieren und die geeignete Therapie kann ohne Zeitverzögerung  sofort eingeleitet werden.
Nachteil ist die hohe Anforderung an den Untersucher um die gefundenen Pathologien auch richtig interpretieren zu können.
Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit, keine Strahlenbelastung und im Vergleich zu Kernspinn und Computertomografie kostengünstige Untersuchung.

  • Indikationen:
  • Hüftgelenkserkrankungen
  • Neugeborenen Hüftschall
  • Kniegelenkserkrankungen (Bänderrisse, Meniskusprobleme, Schwellungen, Ganglion)
  • Schultergelenkserkrankungen (Sehnenrisse, Instabilität, Schulterdachenge)
  • Sportverletzungen mit Muskelfaserrissen und Blutergüssen
  • Sprunggelenkserkrankungen und Bänderrisse nach Umknickverletzung

Bei Hüftgelenksschmerzen mit Ergußbildung ist es oft von enormer Wichtigkeit genau dieses herauszufinden um die Schmerzen von anderen Ursachen abzugrenzen.
Neugeborene leiden manchmal unter Verformung der Hüftgelenksanlage. Ein direktes Screening in den ersten Tagen nach der Geburt ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz Standard. Nicht aber in Spanien. Schnelles Erkennen und Therapiebeginn ist aber für die normale Entwicklung der kindlichen Hüfte ein Muss um Spätschäden zu vermeiden.
Bandverletzungen am Kniegelenk sind gerade in der Akutphase manchmal schwierig zu diagnostizieren. Mittels sonografischer Untersuchung kann das Innen- und Außenband problemlos dargestellt werden und der Riss von der Überdehnung abgegrenzt werden. Auch Meniskusverletzungen sind im Einzelfall teilweise sichtbar.
Eine Domäne der Sonografie ist das Schultergelenk. Als Muskel und Band geführtes Gelenk können hier fast alle wichtigen Strukturen sichtbar gemacht werden.
Sei es der Sehnenriss beim Golfer oder die Instabilität beim Handballer direkte Einsicht im bewegten Modus ( real time ) erlauben oft eine besseres Verständnis des Problems als die Untersuchung mittels Kernspinn im ruhenden Untersuchungsgang.
Muskelfaserrisse und tiefe Einblutungen entziehen sich ebensowenig der sicheren Darstellung wie die verstopfte Vene am Unterschenkel im Dopplermodus bzw. mittels Kompressionssonografie.
Ein breites Anwendungsspektrum, sichere Aussagen und schnelles Verständnis der Pathologie. Wichtige Attribute einer diagnostischen Methode in der Hand des geübten ohne Strahlen und jederzeit wiederholbar.

Dr. W. Schmitt
Facharzt für Orthopädie,
orthopädische Chirurgie
Avda. Duque de Ahumada, 7-2 a/b
Marbella

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