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19:26 Freitag 25. Juli 2008

Das XII. Festival de Jerez

Ab dem 22. Februar findet in Jerez de la Frontera das zwölfte Flamenco-Festival statt und gewährt Einblicke in die vielen Ausdrucksformen und Facetten der wohl ursprünglichsten und bedeutendsten Kunstform dieser Stadt: dem Flamenco.

 22. Februar bis 8. März

Was diese Veranstaltung einzigartig macht, ist eine thematische Mischung aus Tradition und Moderne, aus Flamenco und modernem spanischen Tanz und so ist das Festival nicht nur ein Treffpunkt für die internationalen Größen des Flamenco, sondern zieht auch immer mehr Zuschauer an: das letzte Festival begeisterte 31.700 Anhänger des Flamenco mit 140 verschiedenen Veranstaltungen.
Das diesjährige Leitmotiv, el tiempo (die Zeit), beschäftigt sich mit dem Flamenco im Hinblick auf seine Veränderungen und präsentiert die unterschiedlichen Entwicklungsformen des Tanzes und der Musik. Der Hauptveranstalter, das Teatro Villamarta, eröffnet das offizielle Programm mit der Vorstellung Viva Jerez, getanzt von María del Mar Moreno und Mercedes Ruiz. Weniger traditionell gibt sich die Sala Compañía: hier wird jungen Künstlern die Möglichkeit gegeben, den Flamenco ohne Einschränkungen durch Traditionen neu zu definieren. Weitere Veranstalter sind der Palacio Villavicencio und die Bodega Apóstoles.

El festival paralelo
Nach den Vorstellungen des offiziellen Programms gehört bei dem festival paralelo die Nacht dem Flamenco und die zahlreichen Flamenco-Vereine der Stadt öffnen ihre Türen für Publikum. Wer selbst aktiv werden möchte, kann an einem der 36 Flamenco Kurse, die während des Festivals angeboten werden teilnehmen. Die Qualität und Beliebtheit dieser Kurse zeigt sich anhand der Tatsache, dass von den ursprünglich 900 freien Plätzen bereits fast alle an Flamencoschüler aus 37 Ländern vergeben sind.
Raum für eine weniger praktische Beschäftigung mit dem Thema Flamenco bieten die Tertulias de la Bodega mit verschiedenen Konferenzen, Diskussionsrunden und Vorträgen. Dieser Facettenreichtum, die große Anzahl der Veranstaltungen und die Internationalität machen das Festival de Jerez zu dem wichtigsten jährlichen Ereignis in der Welt des Flamenco.
Weitere Informationen sind auf den Seiten www.festivaldejerez.es oder www.flamenco-world.com zu finden, der Kartenvorverkauf im Internet erfolgt über www.telentrada.com.

Kurze Geschichte des Flamenco
Flamenco bezeichnet eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien, die in erster Linie aus Gesang (cante), dem Spiel der Gitarre (toque) und Tanz (baile) bestehen. Die Ursprünge des Flamenco liegen bei Zigeunern, die um 1000 n. Chr. Indien verließen und über Persien und Arabien nach Spanien gelangten. Auf diesem Weg nahmen sie Elemente der unterschiedlichsten Kulturen in ihre Musik auf. So lassen sich indische, griechische, maurische und byzantinische Einflüsse nachweisen, auch gregorianische Gesänge, persische Melodien, mozarabische und jüdische Klagegesänge, Moriskenlieder, kastilische Romanzen und sogar afrikanische Son-Tänze nahmen ihren Einfluss auf den Flamenco. 
Eine erste Blütezeit erfuhr der Flamenco nach dem Ende des spanischen Unabhängigkeitskrieges (1812 ), als im Zuge des wachsenden Interesses an einer sich von der französischen Kultur deutlich abhebenden spanischen Identität Interpreten des Flamenco, hauptsächlich gitanos, an den spanischen Hof gelangten. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts boten die cafés cantantes, Nachtlokale in denen die Zuschauer neben den Getränken auch den Flamenco genießen konnten, den Künstlern eine feste Plattform. Der Versuch, den rauen und ursprünglichen canto gitano einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, verwandelte den Flamenco allmählich in leichte musikalisches Kost, ein Image, das während des Franco-Regimes noch gefördert wurde. Mitte des letzten Jahrhunderts nahm vor allem das internationale Interesse an der reinen Form des Flamenco wieder zu und heute präsentiert sich der Flamenco in den unterschiedlichsten Formen und in über 38 Gattungen.

Programm des Teatro Villamarta
Freitag, 22.02. - 21 Uhr
María del Mar Moreno – Mercedes Ruiz – Fernando Terremoto
¡Viva Jerez!

Samstag, 23.02. - 21 Uhr
Compañía de Antonio el Pipa
Puertas Adentro

Sonntag, 24.02. - 21 Uhr
Nuevo Ballet Español
Sangre

Montag, 25.02. - 21 Uhr
Isabel Bayón
La Puerta Abierta

Mittwoch, 27.02. - 21 Uhr
Rafael Amargo
Tiempo Muerto
Donnerstag, 28.02. - 21 Uhr
Andrés Marín
El Alba Del Último Día

Freitag, 29.02. - 21 Uhr
Merche Esmeralda – Belén Maya – Rocío Molina – Diana Navarro
Mujeres

Samstag, 01.03. - 21 Uhr
Ballet de Eva Yerbabuena
Santo y Seña

Sonntag, 02.03. - 21 Uhr
Manuela Carrasco
Romalí – Danza De Los Gitanos

Montag, 03.03. - 21 Uhr
Estévez – Paños Dospormedio & CWA
Flamenco XXI: apera, Café y Puro
Dienstag, 04.03 - 21 Uhr
Farru – José Maya – Barullo
Al Natural

Donnerstag, 06.03. - 21 Uhr
Israel Galván
El Final de este Estado de Cosas

Freitag, 07.03. - 21 Uhr
Miguel Poveda
Sin Frontera

Samstag, 08.03. - 21 Uhr
El Güito
Manolo Sanlúcar
Maestros

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