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19:49 Freitag 25. Juli 2008

Naturheilmittel bei Prostatabeschwerden

Prostatabeschwerden gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Männer über 50 Jahre.

 Jeder dritte aller Männer dieser Altergruppe hat ein Prostataleiden. Dabei kommt es zu einer Vergrößerung der kastaniengroßen Prostata (Vorsteherdrüse). Fast kein Mann bleibt von solch einer Vergrößerung der Prostata verschont, jedoch ist das Ausmaß der Vergrößerung und das Fortschreiten derselben außerordentlich verschieden. Vielfach bleibt die Vergrößerung auf ein geringes Maß beschränkt und führt bis ins hohe Alter zu keinen oder nur geringen Beschwerden. In anderen Fällen erfolgt sie schon frühzeitig und erzeugt erhebliche Schwierigkeiten. Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnt der männliche Organismus sich umzustellen. Die Prostatazellen produzieren weniger männliche Hormone als früher. Diesen Mangel versucht die Prostata dadurch auszugleichen, dass sie die Zahl ihrer Zellen vermehrt und sich damit vergrößert. Fachleute sprechen von einem Prostata-Adenom, einer gutartigen Geschwulst. Die gutartige Geschwulst geht von den Schleimdrüsen der Harnröhre aus. Infolge der Schwellung wird die Harnröhre eingeengt und es kommt zu Harnentleerungsstörungen. Besonders unangenehm ist das oftmalige Harnlassen in der Nacht. Die Abstände werden kürzer, der Harnstrahl immer mehr vermindert. Ist das Leiden weiter fortgeschritten, kann zwar etwas Urin abgelassen werden, jedoch bleibt ein Rest in der Blase zurück. Dieser Restharn kann auskristallisieren und Steine bilden, die eine Unterbrechung des Harnstrahls, Blutungen und Schmerzen verursachen. Restharnansammlung begünstigt die Bildung von Blasenwandausstülpungen (Divertikel). Auch kommt es zur Ansiedlung von Bakterien, was zu Entzündungen im Blasen- und Harnleiterbereich führen kann.

Was kann man tun?
Empfohlen wird eine Ernährungsumstellung (Vollwertkost mit viel frischem Gemüse, Obst, Getreide), leichte sportliche Betätigung wie schwimmen, wandern, Gymnastik, warme Sitzbäder mit entspannenden Zusätzen wie z.B.  Heublume. Ein einmal vorhandenes Geschwulstgewebe kann jedoch nicht mehr zurückgebildet werden. Bei fortgeschrittenem Leiden hilft nur eine Operation, bei der die Geschwulst der Prostata entfernt wird. Dies führt in den meisten Fällen zum Verlust der sexuellen Aktivität und oft dazu, dass der Harn nicht mehr ausreichend gehalten werden kann (Tröpfeln).
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr die Prostatavorsorgeuntersuchung in Anspruch nimmt und rechtzeitig eine entsprechende Prostatapflege beginnt. Naturheilärzte und Heilpraktiker empfehlen schon ab dem 40. Lebensjahr einmal im Jahr eine zwei- bis dreimonatige  Vorsorgekur mit Sägepalme oder Kürbiskernen durchzuführen.
Zur Vorbeugung und bei ersten Problemen gutartiger Prostatavergrößerung haben sich die Wirkstoffe aus den Heilpflanzen Sägepalme (sabal serrulatum) und Kürbiskernöl besonders bewährt. Die Sägepalme wächst in Nordamerika und ist schon von den Indianern als Heilmittel verwendet worden. Im Herbst trägt die Sägepalme olivenförmige dunkelviolette Früchte mit braunem Samenkern. In ihnen stecken die Wirkstoffe, die direkt in den männlichen Hormonstoffwechsel eingreifen. Sie hemmen das Enzym 5-Alpha-Reduktase und damit die Umwandlung von Testosteron in das Dihydrotestosteron (ein männliches Hormon). Ein hohes vorkommen an Dihydrotestosteron wird generell für die Wucherung der Prostata verantwortlich gemacht. Weiterhin verhindert der Sägepalmenextrakt das Anschwellen der Prostata als Folge von Entzündungen nach Unterkühlung oder Reizung.
Sägepalmenfruchtextrakt in Kombination mit Kürbiskernöl ergeben eine ideale Ergänzung der Prostataprophylaxe. 
 
Karl Baumgärtner

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